Kumpel von mir ist grad am durchdrehen wegen "dem anstehenden Crash". Geht jetzt aus seinem World raus, um "nach dem Crash" Cash zu haben.
Maxim Mankevich hat ihm das in einem Video verraten. April und/oder September knallt es. Ich konnte das nicht lange anschauen, ist mir zu manipulativ.
https://youtu.be/byGunxKOgIA?si=POXSbgM-TBOwO6iO
Hab mit Gemini seine Hauptthesen analysiert:
Die von Maxim Mankevich genannten Indikatoren (Benner-Zyklus und Elliot-Wellen) stammen aus der technischen Analyse und der Zyklentheorie. Beide haben in der Fachwelt einen eher kontroversen Ruf: Sie werden für ihre historische Übereinstimmung fasziniert beobachtet, aber für ihre Vorhersagekraft oft stark kritisiert.Hier ist eine kritische Prüfung der Treffgenauigkeit:
1. Der Benner-Zyklus (Samuel Benner, 1875)
Samuel Benner war ein Landwirt, der beobachtete, dass die Preise für Schweinefleisch, Mais und Eisen Mustern folgen, die mit den Sonnenfleckenzyklen (ca. 11 Jahre) korrelieren.
Historische Treffer: Das Diagramm hat erstaunlich viele Krisen "getroffen", darunter die Weltwirtschaftskrise 1929, die Dotcom-Blase 1999 und die Finanzkrise 2008. Auch 2019/2020 war als Panikjahr markiert (was zufällig mit Covid zusammenfiel).
Die Kritik:Selektive Wahrnehmung: Es wird oft nur über die Treffer gesprochen. Jahre wie 1965 oder 1991, die ebenfalls als "Krisenjahre" markiert waren, verliefen an der Börse jedoch glimpflich.
Zeitliche Unschärfe: Der Zyklus gibt oft Zeitfenster von 1-2 Jahren an. Da Börsenkrisen statistisch gesehen ohnehin alle 7 bis 10 Jahre auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit für einen "Zufallstreffer" recht hoch.
Veraltete Basis: Benners Berechnungen basieren auf der Agrarwirtschaft des 19. Jahrhunderts. Kritiker bezweifeln, dass diese Logik auf die heutige, hochkomplexe Tech- und KI-gesteuerte Wirtschaft übertragbar ist.
2. Die Elliot-Wellen-Theorie (Ralph Nelson Elliott, 1930er)
Diese Theorie besagt, dass sich Märkte in fraktalen Mustern aus 5 Aufwärts- und 3 Abwärtswellen bewegen, getrieben von der Massenpsychologie.
Treffgenauigkeit: Elliot-Wellen sind hervorragend darin, Märkte rückwirkend zu erklären. In Echtzeit ist die Treffsicherheit jedoch problematisch.
Das "Zähl-Problem": Das größte Problem ist die Subjektivität. Wenn ein Kurs sich nicht wie erwartet bewegt, sagen Wellen-Analysten oft: "Ich habe mich bei der Zählung der Unterwellen geirrt" – und passen das Modell an. Dadurch hat die Theorie fast immer "recht", aber erst im Nachhinein.
Fibonacci-Magie: Die Verknüpfung mit dem "Goldenen Schnitt" ($0,618$) wirkt oft sehr präzise, doch statistische Studien zeigen, dass diese Verhältnisse an der Börse nicht häufiger vorkommen als andere Zahlenwerte.
Zusammenfassende Einordnung
Die Kombination dieser Indikatoren, wie Mankevich sie nutzt, führt zu folgendem Fazit:
Aspekt Einschätzung
Wissenschaftlichkeit Gering. Es handelt sich um "Esoterik der Mathematik" oder Verhaltenspsychologie.
Nutzen Gut geeignet, um Stimmungen einzufangen. Wenn viele Anleger an diese Zyklen glauben, kann es zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung kommen.Gefahr Man kann durch das Warten auf den "großen Crash" jahrelange Gewinne verpassen ("Opportunity Cost").
Was soll man davon halten?