Die technischen Herausforderungen steigen mit der gewünschten Qualität.
Genau, aber für den Massenmarkt ist es eher nebensächlich ob der Stahl jetzt in Deutschland oder Bangladesch produziert worden ist.DerDicke86 hat geschrieben: ↑26. Nov 2024, 08:41Die technischen Herausforderungen steigen mit der gewünschten Qualität.
Das ist richtig. Aber selbst im Automobilsektor, wo deutlich höhere Qualitäten gefordert sind, mischen die Chinesen mittlerweile leider kräftig mit.
Man könnte halt mit CO2-freien Stahl punkten. Hier bedarfs es halt auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen dass diese Stahlart für die Produktion von Gütern vorgeschrieben wird. Im ersten Schritt zumindest für öffentliche Projekte.
Da gibts ja immerhin die Absichtserklärung von VW ebendiesen bei thyssenkrupp Steel abnehmen zu wollen, sobald er denn verfügbar ist.
Zwar noch lange keine Garantie und kein Vertrag aber immerhin ein Zeichen.
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Wahnsinn, von der Rezession her sind das Ausmaße schlimmer als 2008/09.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top- ... 3e03&ei=25Der neueste PMI-Bericht für den deutschen Industriesektor weist Mitte des vierten Quartals 2024 auf anhaltend tiefgreifende wirtschaftliche Probleme hin. Der Hauptindikator blieb bei 43,0 Punkten, deutlich unter der Schwelle von 50 Punkten, die für Wirtschaftswachstum erforderlich ist. Besonders besorgniserregend ist die beschleunigte Welle von Entlassungen.
Laut dem aktuellsten Bericht von S&P Global befindet sich der deutsche Fertigungssektor in einer tiefen Rezession, die seit Mai 2022 ununterbrochen anhält. Der Haupt-PMI-Indikator für die deutsche Industrie stagnierte im November bei 43,0 Punkten, was erheblich unter der neutralen Schwelle von 50,0 Punkten liegt, die Wachstum von einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität trennt.
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arbeite selber in der Chemie, Krise ist ne toxische Mischung aus zu hohen Energiepreisen und zu wenig Nachfrage der weiterverarbeitenden Kunden (Kunststoffe, Autobauer etc.). Wenn man sich mit älteren Kollegen unterhält können sie sich nicht erinnern wann es jemals so schlechte Aussichten gab, die aktuelle Krise ist vergleichbar mit 2008/2009 was die Nachfrageseite angeht.
Die Einschläge kommen aber näher, dieses Jahr wurde unser Schwesterwerk in den Niederlanden dicht gemacht aus ökonomischen Gründen.
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Hmm. Das klingt heftig und wird wohl für China die Preisführerschaft bei der Stahlproduktion die nächsten 20 Jahre bringen:
"Innovation aus China: Eisenproduktion 3.600-mal schneller als je zuvor – und fast klimaneutral"
https://smartup-news.de/technologie/chi ... en-kosten/
Arbeitet jemand von euch in der Stahlbranche oder ist sogar Giesser?
"Innovation aus China: Eisenproduktion 3.600-mal schneller als je zuvor – und fast klimaneutral"
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Arbeitet jemand von euch in der Stahlbranche oder ist sogar Giesser?
Preisführerschaft haben die Chinesen eh schon.
Verfahren klingt erst mal interessant, nur scheint eine vollständig industrielle Nutzung noch nicht erprobt zu sein.
Verfahren klingt erst mal interessant, nur scheint eine vollständig industrielle Nutzung noch nicht erprobt zu sein.
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Wenn ich den Artikel richtig verstehe basiert das ganze ja auf dem Flash Melting Verfahren von Kupfer , nur das für Eisen die Eindüsungslanze nochmal optimiert wurde.schlimmfinger hat geschrieben: ↑14. Dez 2024, 01:30 Hmm. Das klingt heftig und wird wohl für China die Preisführerschaft bei der Stahlproduktion die nächsten 20 Jahre bringen:
"Innovation aus China: Eisenproduktion 3.600-mal schneller als je zuvor – und fast klimaneutral"
https://smartup-news.de/technologie/chi ... en-kosten/
Arbeitet jemand von euch in der Stahlbranche oder ist sogar Giesser?
Der Staat dürfte ein ziemlich großes Interesse daran haben die eigenen minderwertigeren Erze zu verwenden, von daher dürfte Geld zur Investition in eine Pilotanlage im industriellen Maßstab keine Rolle spielen.
https://www.totalmateria.com/en-us/arti ... ure%201%29.
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Arbeite selber seit 39 Jahren bei dem 3. größten Petro-Chemie Konzern und habe schon so einiges erlebt.stabil hat geschrieben: ↑13. Dez 2024, 13:21arbeite selber in der Chemie, Krise ist ne toxische Mischung aus zu hohen Energiepreisen und zu wenig Nachfrage der weiterverarbeitenden Kunden (Kunststoffe, Autobauer etc.). Wenn man sich mit älteren Kollegen unterhält können sie sich nicht erinnern wann es jemals so schlechte Aussichten gab, die aktuelle Krise ist vergleichbar mit 2008/2009 was die Nachfrageseite angeht.
Die Einschläge kommen aber näher, dieses Jahr wurde unser Schwesterwerk in den Niederlanden dicht gemacht aus ökonomischen Gründen.
Entlassen wird bei uns niemand, gibt also keine großen Schlagzeilen. Es werden einfach keine neuen Mitarbeiter eingestellt und wenn man sich die Altersstruktur anschaut kann man in etwa abschätzen wie viele Arbeitsplätze in den nächsten 4 bis 5 Jahren leise und unbemerkt verschwinden. ( Rente und Vorruhestand).
Ende der 80er , Mitte 90 und 2008/9 war die Auftragslage ähnlich schlecht, aber da stimmten wenigstens die Rahmenbedingungen. Jetzt stimmt "gar nichts " mehr.
Für mich reichts noch, bin kurz vor der Rente aber für die jüngeren Mitarbeiter sehe ich schwarz.
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Manz AG hat heute Insolvenz angemeldet. Ca. 1000 MA
https://www.wallstreet-online.de/nachri ... ng-geplant
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