Re: Ukraine Konflikt
Verfasst: 19. Sep 2025, 09:50
https://www.berliner-zeitung.de/politik ... li.2357600Nach dem angeblichen „Eindringen russischer Drohnen“ - so die dpa ohne Quellenangabe - ist ein in Polen beschädigtes Haus offenbar von der Rakete eines westlichen Kampfjets getroffen worden. „Alles deutet darauf hin, dass das eine Rakete war, die von unserem Flugzeug bei der Verteidigung Polens abgefeuert wurde“, sagte der Koordinator der polnischen Geheimdienste, Tomasz Siemoniak, in Warschau, laut dpa. Man müsse aber die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen abwarten, um sicherzugehen.
Die dpa schreibt, ohne Angabe von überprüfbaren Quellen: „Bei dem Eindringen vieler russischer Drohnen in den polnischen Luftraum in der vergangenen Woche waren polnische F-16 Kampfjets und in Polen stationierte Maschinen vom Typ F-35 aufgestiegen und hatten Flugroboter abgeschossen.“
Bereits am Montag hatte die polnische Tageszeitung „Rzeczpospolita“ unter Berufung auf anonyme Quellen in der Armee berichtet, dass eine polnische Luft-Luft-Rakete vom Typ AIM-120 AMRAAM, die von einem F-16-Kampfflugzeug abgefeuert wurde, auf das Haus gefallen sei. Die Rakete, deren Wert Militärexperten auf 850.000 Euro schätzen, habe einen Defekt im Steuerungssystem gehabt. Ein anderes System, das den Sprengkopf entschärfte, funktionierte demnach jedoch einwandfrei, so dass es nicht zu einer Explosion kam. Die aus Metall gefertigte Rakete habe ein Loch in das Dach geschlagen und sei in einen Raum im Obergeschoss gefallen. Verletzt wurde bei dem Einschlag niemand.
Die Luftraumverletzung russischer Drohnen ist die eine Sache.St0ckf15h hat geschrieben: 19. Sep 2025, 10:44 Wären die Jets also auch ohne russische Drohnen aufgestiegen und hätten um sich geballert?
Dann kann man Russland ja getrost von allen Anschuldigungen freisprechen
Erscheint mir ziemlich an den Haaren herbeigezogen.
Das ist kein "was wäre wenn Spiel"St0ckf15h hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:06 @BlackStarZ wurden ja abgefangen, da kann man jetzt natürlich immer das "was-wäre-wenn-Spiel" spielen.
Hab mir grade nochmals die Weltkarte angeschaut, also für sehr viele Ziele in der Ukraine musst du wohl keinen polnischen Luftraum verletzen, um diese zu erreichen - wenn man annimmt, dass die Dinger aus Belarus kamen.
Aus Russland selbst solltest es sogar unmöglich sein, wenn nicht wirklich gezielt in Kaliningrad gestartet wird.
maximised hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:12 Was waren das denn für Drohnen? Hätten die "angreifen" können?
https://www.zdfheute.de/politik/ausland ... d-100.htmlBei den meisten Drohnen handelte es sich um "Gerbera"-Täuschungsdrohnen, die mit einem zusätzlichen Treibstofftank ausgestattet waren, um ihre Reichweite von 300 auf 600 bis 700 Kilometer zu erhöhen. Keine der Drohnen war mit Sprengstoff beladen - was darauf hindeutet, dass Russland große Schäden vermeiden wollte.
Ach du weißt hier, dass es kein Angriff war, obwohl du aufgrund des Abfangens gar nicht wissen kannst, ob es denn konkrete Ziele in Polen gab und welche die waren?BlackStarZ hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:10Das ist kein "was wäre wenn Spiel"St0ckf15h hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:06 @BlackStarZ wurden ja abgefangen, da kann man jetzt natürlich immer das "was-wäre-wenn-Spiel" spielen.
Hab mir grade nochmals die Weltkarte angeschaut, also für sehr viele Ziele in der Ukraine musst du wohl keinen polnischen Luftraum verletzen, um diese zu erreichen - wenn man annimmt, dass die Dinger aus Belarus kamen.
Aus Russland selbst solltest es sogar unmöglich sein, wenn nicht wirklich gezielt in Kaliningrad gestartet wird.
Das sind Tatsachen.
Tatsache ist es gab eine Verletzung des polnischen Lauftraumes. Ob vorsätzlich oder nicht, das ist grundsätzlich erstmal kein Angriff im klassischen Sinne.
Das abgefangen worden ist und das tragisch geendet hat für ein Haus ist einfach scheisse und natürlich wäre das nicht passiert ohne das eindringen in den Luftraum.
Dennoch hat Russland keinen Angriff auf Polen geflogen in dem Falle.
Mir geht das ganz schön auf den Geist, das hier offenbar das Differenzieren mittlerweile völlig verloren gegangen ist.
Womit hätten Sie denn angreifen sollen deiner Meinung nach. Kamikaze Attacke ?St0ckf15h hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:29Ach du weißt hier, dass es kein Angriff war, obwohl du aufgrund des Abfangens gar nicht wissen kannst, ob es denn konkrete Ziele in Polen gab und welche die waren?BlackStarZ hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:10Das ist kein "was wäre wenn Spiel"St0ckf15h hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:06 @BlackStarZ wurden ja abgefangen, da kann man jetzt natürlich immer das "was-wäre-wenn-Spiel" spielen.
Hab mir grade nochmals die Weltkarte angeschaut, also für sehr viele Ziele in der Ukraine musst du wohl keinen polnischen Luftraum verletzen, um diese zu erreichen - wenn man annimmt, dass die Dinger aus Belarus kamen.
Aus Russland selbst solltest es sogar unmöglich sein, wenn nicht wirklich gezielt in Kaliningrad gestartet wird.
Das sind Tatsachen.
Tatsache ist es gab eine Verletzung des polnischen Lauftraumes. Ob vorsätzlich oder nicht, das ist grundsätzlich erstmal kein Angriff im klassischen Sinne.
Das abgefangen worden ist und das tragisch geendet hat für ein Haus ist einfach scheisse und natürlich wäre das nicht passiert ohne das eindringen in den Luftraum.
Dennoch hat Russland keinen Angriff auf Polen geflogen in dem Falle.
Mir geht das ganz schön auf den Geist, das hier offenbar das Differenzieren mittlerweile völlig verloren gegangen ist.
Dass es kein erfolgreicher Angriff war, da geh ich noch mit - aber ohne jetzt zu wissen was passiert wäre, wenn die Luftverteidigung gepennt hätte, oder man auch nicht darauf reagiert hätte, kann man wohl von einem Angriff ausgehen.
Trümmer von Drohnen wurden immerhin rund 250 km hinter der Grenze gefunden, in Richtung Ostsee - das ist kein kurzzeitiges Eindringen, sondern fast die Hälfte der Einsatzreichweite einer Shahed

Natürlich gibt es das, keine Frage.St0ckf15h hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:39 Siehe den Edit oben.
Es gibt auch Spionage-Angriffe. Es gibt psychologische Kriegsführung und militärische Drohgebärden.
Nicht für alles braucht es Sprengstoff
Dafür wird der Hausbesitzer sicher entschädigt - es gab zum Glück ja keine Verletzten, weil die Sicherung dann gegriffen hat und das Teil nicht hochgegangen ist.BlackStarZ hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:44Natürlich gibt es das, keine Frage.St0ckf15h hat geschrieben: 19. Sep 2025, 11:39 Siehe den Edit oben.
Es gibt auch Spionage-Angriffe. Es gibt psychologische Kriegsführung und militärische Drohgebärden.
Nicht für alles braucht es Sprengstoff
Das ist aber nicht das, was die Bevölkerung unter Drohnenangriff versteht und wie es geframed wurde anfangs.
Und das macht Russland auch nicht für die defekte Rakete verantwortlich.