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Mit dem habe ich tatsächlich Mal geliebäugelt, hab mich dann allerdings dagegen entschieden, da ich die Aktienquote durch einen Hebel erhöhen möchte und momentan auch (noch) keine Anleihen in meinem Portfolio sehe.
Den NSTX gibt es ja eine Weile und da ist die Rendite verglichen zum S&P 500 (bei 10% weniger Aktienquote) auf einem Level bei besserer Sharp Ratio - gute Sache, dann hab ich aber lieber 20-30% Amumbo mit drin.
Wenn du keine unkorrelierten Assets zum Rebalancing hast dann sucken halt Hebel-ETFs wie der Amumbo ziemlich. Das ist ja Teil des Erfolgskonzepts, siehe HFEA, sonst sind die Dinger problematisch bei Buy & Hold.
Sobald es mal nicht so geil läuft dann saugt der Amumbo richtig Geld raus und damit meine ich nicht nur den Drawdown sondern auch Zinskosten & Volatility Decay durch den täglichen Reset
Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 8. Dez 2024, 16:30
von pushpony
Denkt ihr Bayer AG macht ein Come Back in 2k25?
Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 8. Dez 2024, 16:38
von Linksanwalt
pushpony hat geschrieben: 8. Dez 2024, 16:30
Denkt ihr Bayer AG macht ein Come Back in 2k25?
Danke für den Schenkelklopfer
Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 8. Dez 2024, 16:42
von Kämpfernatur
pushpony hat geschrieben: 8. Dez 2024, 16:30
Denkt ihr Bayer AG macht ein Come Back in 2k25?
Hat sich Deiner Meinung nach etwas am Thema Glyphosat, PCB oder der Pipeline im Pharmabereich geändert?
Mit dem habe ich tatsächlich Mal geliebäugelt, hab mich dann allerdings dagegen entschieden, da ich die Aktienquote durch einen Hebel erhöhen möchte und momentan auch (noch) keine Anleihen in meinem Portfolio sehe.
Den NSTX gibt es ja eine Weile und da ist die Rendite verglichen zum S&P 500 (bei 10% weniger Aktienquote) auf einem Level bei besserer Sharp Ratio - gute Sache, dann hab ich aber lieber 20-30% Amumbo mit drin.
Wenn du keine unkorrelierten Assets zum Rebalancing hast dann sucken halt Hebel-ETFs wie der Amumbo ziemlich. Das ist ja Teil des Erfolgskonzepts, siehe HFEA, sonst sind die Dinger problematisch bei Buy & Hold.
Sobald es mal nicht so geil läuft dann saugt der Amumbo richtig Geld raus und damit meine ich nicht nur den Drawdown sondern auch Zinskosten & Volatility Decay durch den täglichen Reset
Schau dir einfach die Verläufe des Amumbos an, bzw. backtests gehebelter Varianten (MSCI World 2x), da sind Zinskosten + Volatility Decay (der nebenbei erwähnt auch bei 1x existiert) bereits inkludiert.
Das resultiert letztlich nicht in doppelter Rendite und zugegebenermaßen auch einem höheren Risiko, aber trotz simplem Buy and hold rentiert sich das.
Bei einem Crash oder einem längeren Bärenmarkt muss man natürlich Flauten deutlich länger aussitzen, daher ist das natürlich nicht für jeden was.
Beispielrechnung:
Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 8. Dez 2024, 17:25
von Lauch
Sobald du halt Rebalancing mit nicht korrelierten Assets hast wird die Rendite und die Volatilität besser. Auch wieder zu HFEA, hat schon einen Grund dass da die LTTs dabei sind. Und wenn es mal nicht so extrem geil ist wie die Zeit seit der Lehman-Pleite (also wenn die Zentralbanken mal nicht mehr panisch jede Volatilität wegbügeln) dann merkt man die Nachteile auch mehr.
Aus der Perspektive verstehe ich auch nicht, warum man einen gehebelten World will, was soll Diversifikation innerhalb einer Assetklasse nützen, in der sowieso alles korreliert ist? Bringt ja alles keinen Mehrwert was noch im World drin ist. LTTs/Rohstoffe verhalten sich halt mal grundsätzlich anders, andere Aktienmärkte sagen A wenn die USA A sagen und sagen B, wenn die USA B sagen.
Mal aus Zahlgrafs exzellenter HFEA-Artikelreihe (
Hier haben wir den 3x gehebelten UPRO vs der Kombination mit gehebelten Long-Term Treasuries.
Der UPRO bringt weniger Rendite und hat absurd harte Drawdowns dabei.
Nicht korrelierte Assets einbauen doch gerade die Stärke des Investieren mit Hebel: Man kann 100% Aktien Exposure für die Rendite mitnehmen und trotzdem ein sinnvoll diversifiziertes Portfolio aufbauen (im Gegensatz zu ungehebelten Aktien-Portfolios, die zu 100% aus Aktien bestehen)
Ich schicke Käthe Holz und Konsorten schlafen mit meiner Jahresperformance, komm ran
Wieso dann hier nicht direkt Kauftipps geliefert werden AMK?!?
Palantir
Tesla
Nvidia
Krypto
und natürlich Uran
LG
Und Fresenius nicht vergessen, das ist ein Gesundheits ETF (srs)
Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 9. Dez 2024, 07:56
von GastXY
ABBC3_SPOILER_SHOW
Lauch hat geschrieben: 8. Dez 2024, 17:25
Sobald du halt Rebalancing mit nicht korrelierten Assets hast wird die Rendite und die Volatilität besser. Auch wieder zu HFEA, hat schon einen Grund dass da die LTTs dabei sind. Und wenn es mal nicht so extrem geil ist wie die Zeit seit der Lehman-Pleite (also wenn die Zentralbanken mal nicht mehr panisch jede Volatilität wegbügeln) dann merkt man die Nachteile auch mehr.
Aus der Perspektive verstehe ich auch nicht, warum man einen gehebelten World will, was soll Diversifikation innerhalb einer Assetklasse nützen, in der sowieso alles korreliert ist? Bringt ja alles keinen Mehrwert was noch im World drin ist. LTTs/Rohstoffe verhalten sich halt mal grundsätzlich anders, andere Aktienmärkte sagen A wenn die USA A sagen und sagen B, wenn die USA B sagen.
Mal aus Zahlgrafs exzellenter HFEA-Artikelreihe (
Hier haben wir den 3x gehebelten UPRO vs der Kombination mit gehebelten Long-Term Treasuries.
Der UPRO bringt weniger Rendite und hat absurd harte Drawdowns dabei.
Nicht korrelierte Assets einbauen doch gerade die Stärke des Investieren mit Hebel: Man kann 100% Aktien Exposure für die Rendite mitnehmen und trotzdem ein sinnvoll diversifiziertes Portfolio aufbauen (im Gegensatz zu ungehebelten Aktien-Portfolios, die zu 100% aus Aktien bestehen)
Ich hab Graf Zahls Reihe tatsächlich gelesen, hab da aber folgende Kritikpunkte an der HFEA Strategie, sowie an der alternativ vorgeschlagenen SMA200 Strategie:
1. Sie ist steuerlich suboptimal in DE + gibt es die gehebelten Bonds nicht (ich habe sie zumindest bis dato nicht finden können und zu Grafs Zahl Zeiten gab es nicht)
2. Die SMA Strategie bedenkt den steuerlichen Verzehr nicht bei Kaufen/Verkaufen + ist mir der MA auch einfach zu willkürlich
3. Müssen wir a) zwischen Einmalanlage und Sparplan unterschieden und b) ist 3x Hebel nicht 2x Hebel.
Es gab im Long run die Vergleiche und da war der 3x schlichtweg schlechter, da bei 2,0-2,5x beim S&P 500 das Optimum erreicht wurde.
Ich kann am WE sonst gerne nochmal nachschauen nach den Backtests, die HFEA und Buy&Hold eines 2x gehebelten Vergleichen, hab die gestern Abend so schnell nicht gefunden.
Ich sehe deinen Punkt der nicht-korrelierten Assets natürlich, ich bin nur hier in DE mit der Produktpalette nicht zufrieden.
Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 9. Dez 2024, 08:06
von stabil
denke wir haben Peak NVIDIA gesehen, jetzt kommt die Konkurrenz (sogar aus Deutschland )
ABBC3_SPOILER_SHOW
Michael Förtsch ist die Begeisterung für seine eigene Schöpfung anzusehen. Er sitzt in einem Hotelzimmer in San José im Silicon Valley, und hält etwas hoch, das aussieht wie eine handelsübliche Grafikkarte. Nur dass es eben keine Grafikkarte ist, sondern das neuartige photonische Chipmodul des von ihm gestarteten Scale-ups Q.ant, einer Ausgründung des baden-württembergischen Familienunternehmens Trumpf.
Der Kasten hat es in sich. Ersetzt man in einem Server eine Nvidia-Grafikkarte durch ihn, kann dieser auf Anhieb Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) 30 bis 50 Mal sparsamer und schneller rechen. Und das mit derselben Software sowie derselben Programmiersprachen, die KI-Entwickler heute nutzen.
„2030 werden wir deshalb der weltweit dominierende Prozessorhersteller für künstliche Intelligenz sein“, prognostiziert Förtsch in seinem Hotelzimmer. Ein unbescheidenes Statement, das dem zurückhaltenden Physiker etwas peinlich zu sein scheint. Aber Q.ant besitze nun mal das zurzeit wahrscheinlich am heißesten gehandelte Instrument der KI-Welt.
Vor wenigen Tagen hat Förtsch seine Technik in den USA zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem, erzählt Förtsch, werde er mit Anfragen von Rechenzentrumsbetreibern überschüttet, die seine Technik testen und einsetzen wollen. Die nämlich haben ein Problem mit dem aktuellen Siegeszug der KI. Klassische Halbleiter etwa von Nvidia berechnen solche Anwendungen extrem ineffizient. Sie simulieren neuronale Netze per Software, errechnen sie digital. Das verbraucht Unmengen Strom, erzeugt viel Hitze. Modernste Server müssen daher schon jetzt mit Wasser gekühlt werden. Und es gibt Überlegungen, die Rechner künftig wie einen Atomreaktor in Tauchbädern zu versenken.
Solch ein Aufwand wäre mit der Technik der Deutschen unnötig. Denn Förtschs photonischer KI-Chip rechnet nicht digital, sondern ähnlich einem menschlichen Gehirn, analog – mit Lichtwellen. Dazu werden zwei Lichtkanäle moduliert, über Interferenzen etwa wird addiert, multipliziert, subtrahiert, dividiert oder es werden weiterführende mathematische Funktionen berechnet. Blitzschnell. Eine ChatGPT-Anfrage braucht so 30 Mal weniger Energie (und ist genauso viel schneller) als bei einem heute handelsüblichen KI-Chip von gleicher Größe. Eine KI für Bilder anzulernen, funktioniert gar 50 Mal schneller. Abwärme entsteht keine.
Es sei die Vorstufe zum echten neuromorphen Computing, sagt Förtsch. Also jener Art Computing, bei der die Hardware komplett dem menschlichen Gehirn und seiner Funktionsweise nachempfunden ist – Speicher und Berechnung praktisch verschmolzen sind.
Offenbar aufs richtige Material gewettet
Dass Förtsch, der mit vier Jahren seinen ersten Computer bekommen und mit fünf programmieren gelernt hat, in Physik promovierte und in den USA zu Quantenphysik und Licht forschte, nun zu einem Star der Chip-Welt aufsteigt, ist einer gewagten Entscheidung zu verdanken. Nachdem er zu Trumpf gegangen und dort Q.ant ausgegründet hatte, setzte er auf ein anderes Material als der Rest der westlichen Photonik-Chip-Szene. Statt Silizium wählte er Lithiumniobat. Ein Werkstoff, den die Telekommunikationsindustrie heute etwa für Hochfrequenztechnik nutzt. Diesen kann Q.ant als dünne Schicht auf Siliziumwafer auftragen.
So lassen sich die Chips in bestehenden Chipfabriken herstellen, mit konventionellen Belichtungsmaschinen, so der Gründer. Beispielsweise bei TSMC in Taiwan. Solche Chipfabriken ließen sich recht billig dafür umrüsten.
„Lithiumniobat ist ein extrem spannendes Material für die Photonik“, sagt auch Max Lemme, Professor an der RWTH Aachen, der an neuromorpher Computertechnik forscht und das Unternehmen kennt. Q.ant habe den Einsatz des Werkstoffes auf ein neues Niveau gebracht. Und er bestätigt, dass die von Förtsch genannten Leistungssteigerungen gegenüber klassischen Chips absolut realistisch seien. „Das ist, was man mit Photonik erreicht“, sagt er.
Dennoch zögert Forscher Lemme, jetzt schon final zu jubeln. Nun komme es erst einmal darauf an, die Produktion zu starten und richtig hochzufahren.
St0ckf15h hat geschrieben: 8. Dez 2024, 13:55
@Lauch ist mega-aufwändig bei uns und kostet ne Menge, das rechnet sich erst, wenn die (einbehalten) Beträge dann so langsam 4-stellig werden.
Und gibt halt einige Unternehmen wo ich auch >6% RoI erreiche ohne den Aufwand, ENEL zum Beispiel (die machen wohl im großen und ganzen dasselbe wie deine Kanadier, aber hier ansässig und so keine Quellensteuer - dafür nur 2 Dividendenzahlungen im Jahr, aber stört mich nicht weiter, kommt schlussendlich ja nur auf die Summe drauf an)
Gut, aber das ist ja immer noch primär das Problem des Brokers. Mit einer Brokerwechsel oder einem zweiten Broker wäre das Problem nicht da.
Northland Power ist jetzt bestimmt nicht der große Grund in Kanada zu investieren.
Gibt da aber viele andere interessante Dinge. Die man im Endeffekt natürlich nicht braucht, man braucht eigentlich nicht mehr als den MSCI World. Aber für einen Einkommensinvestor natürlich fein, ich glaube da ist Kanada Platz 1 auf der Welt, ein absurd gutes Angebot an Fonds, nirgendwo sonst gibt es so viele Monatsausschütter und high yield ist die Norm - dazu ein top Rechtsrahmen, nicht so whack wie die USA.
Brookfield Renewable ist übrigens eine reinrassige YieldCo, so etwas gibt es hier nicht, etwas anderes als eine Versorgeraktie.
Würde hier gerne nochmals einhaken - inwiefern ist es das Problem des Brokers, dass in Italien die Regulatorik so beschissen ist?
Ich meine soweit ich weiß gibt es ja alle möglichen Doppelbesteuerungsabkommen mit anderen Ländern, nur ist das System der Rückforderung halt etwas, naja, klebrig. Selbst traue ich mir das nicht zu, und meine Bank zu beauftragen dafür kostet mehrere hundert €, was halt erst lohnend ist, wenn die entsprechende Summe dann ins 4-stellige ginge.
Aber muss sagen, Italien ist auch kein schlechter Standort für Einkommensinvestoren und High Yield, halte oder habe gehalten unter anderem: Intesa Sanpaolo, ENI, ENEL, MFE-A, Poste Italiane, Generali, ACEA, Unipol, SARAS - die hatten alle >6% RoI auf Jahr gesehen durch Dividenden, teils deutlich darüber. Weite mich jetzt halt langsam auch auf Unternehmen in UK aus, die keine Quellensteuer-Politik von denen macht es attraktiv für mich, sind steuerlich dann gleich wie italienische Titel.
Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 9. Dez 2024, 08:48
von Eisen_Beisser
pushpony hat geschrieben: 8. Dez 2024, 16:30
Denkt ihr Bayer AG macht ein Come Back in 2k25?
stabil hat geschrieben: 9. Dez 2024, 08:06
denke wir haben Peak NVIDIA gesehen, jetzt kommt die Konkurrenz (sogar aus Deutschland )
ABBC3_SPOILER_SHOW
Michael Förtsch ist die Begeisterung für seine eigene Schöpfung anzusehen. Er sitzt in einem Hotelzimmer in San José im Silicon Valley, und hält etwas hoch, das aussieht wie eine handelsübliche Grafikkarte. Nur dass es eben keine Grafikkarte ist, sondern das neuartige photonische Chipmodul des von ihm gestarteten Scale-ups Q.ant, einer Ausgründung des baden-württembergischen Familienunternehmens Trumpf.
Der Kasten hat es in sich. Ersetzt man in einem Server eine Nvidia-Grafikkarte durch ihn, kann dieser auf Anhieb Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) 30 bis 50 Mal sparsamer und schneller rechen. Und das mit derselben Software sowie derselben Programmiersprachen, die KI-Entwickler heute nutzen.
„2030 werden wir deshalb der weltweit dominierende Prozessorhersteller für künstliche Intelligenz sein“, prognostiziert Förtsch in seinem Hotelzimmer. Ein unbescheidenes Statement, das dem zurückhaltenden Physiker etwas peinlich zu sein scheint. Aber Q.ant besitze nun mal das zurzeit wahrscheinlich am heißesten gehandelte Instrument der KI-Welt.
Vor wenigen Tagen hat Förtsch seine Technik in den USA zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem, erzählt Förtsch, werde er mit Anfragen von Rechenzentrumsbetreibern überschüttet, die seine Technik testen und einsetzen wollen. Die nämlich haben ein Problem mit dem aktuellen Siegeszug der KI. Klassische Halbleiter etwa von Nvidia berechnen solche Anwendungen extrem ineffizient. Sie simulieren neuronale Netze per Software, errechnen sie digital. Das verbraucht Unmengen Strom, erzeugt viel Hitze. Modernste Server müssen daher schon jetzt mit Wasser gekühlt werden. Und es gibt Überlegungen, die Rechner künftig wie einen Atomreaktor in Tauchbädern zu versenken.
Solch ein Aufwand wäre mit der Technik der Deutschen unnötig. Denn Förtschs photonischer KI-Chip rechnet nicht digital, sondern ähnlich einem menschlichen Gehirn, analog – mit Lichtwellen. Dazu werden zwei Lichtkanäle moduliert, über Interferenzen etwa wird addiert, multipliziert, subtrahiert, dividiert oder es werden weiterführende mathematische Funktionen berechnet. Blitzschnell. Eine ChatGPT-Anfrage braucht so 30 Mal weniger Energie (und ist genauso viel schneller) als bei einem heute handelsüblichen KI-Chip von gleicher Größe. Eine KI für Bilder anzulernen, funktioniert gar 50 Mal schneller. Abwärme entsteht keine.
Es sei die Vorstufe zum echten neuromorphen Computing, sagt Förtsch. Also jener Art Computing, bei der die Hardware komplett dem menschlichen Gehirn und seiner Funktionsweise nachempfunden ist – Speicher und Berechnung praktisch verschmolzen sind.
Offenbar aufs richtige Material gewettet
Dass Förtsch, der mit vier Jahren seinen ersten Computer bekommen und mit fünf programmieren gelernt hat, in Physik promovierte und in den USA zu Quantenphysik und Licht forschte, nun zu einem Star der Chip-Welt aufsteigt, ist einer gewagten Entscheidung zu verdanken. Nachdem er zu Trumpf gegangen und dort Q.ant ausgegründet hatte, setzte er auf ein anderes Material als der Rest der westlichen Photonik-Chip-Szene. Statt Silizium wählte er Lithiumniobat. Ein Werkstoff, den die Telekommunikationsindustrie heute etwa für Hochfrequenztechnik nutzt. Diesen kann Q.ant als dünne Schicht auf Siliziumwafer auftragen.
So lassen sich die Chips in bestehenden Chipfabriken herstellen, mit konventionellen Belichtungsmaschinen, so der Gründer. Beispielsweise bei TSMC in Taiwan. Solche Chipfabriken ließen sich recht billig dafür umrüsten.
„Lithiumniobat ist ein extrem spannendes Material für die Photonik“, sagt auch Max Lemme, Professor an der RWTH Aachen, der an neuromorpher Computertechnik forscht und das Unternehmen kennt. Q.ant habe den Einsatz des Werkstoffes auf ein neues Niveau gebracht. Und er bestätigt, dass die von Förtsch genannten Leistungssteigerungen gegenüber klassischen Chips absolut realistisch seien. „Das ist, was man mit Photonik erreicht“, sagt er.
Dennoch zögert Forscher Lemme, jetzt schon final zu jubeln. Nun komme es erst einmal darauf an, die Produktion zu starten und richtig hochzufahren.