martin1986 hat geschrieben: 18. Dez 2024, 11:15
Paywall - kannst du (oder ChatGPT) zusammenfassen? Danke
Der Artikel befasst sich mit der Annahme, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl gewonnen hätte und welche Auswirkungen dies auf den Ukraine-Krieg im Jahr 2025 haben könnte. Dabei stehen vier zentrale Fragen im Mittelpunkt:
1. **Fortsetzung des ukrainischen Widerstands**:
Ohne umfangreiche US-Unterstützung wird es für die Ukraine schwierig, den Krieg fortzuführen. Die Republikaner sind wenig geneigt, weitere Hilfen zu bewilligen, und Europa allein wird vermutlich nicht genug wirtschaftliche und militärische Ressourcen aufbringen können, um die USA zu ersetzen. Zwar haben die europäischen Verbündeten Vorkehrungen getroffen, um die Hilfe „trumpfest“ zu gestalten, doch die Biden-Administration zweifelt daran, dass Europa dauerhaft die notwendige Munitions- und Finanzhilfe leisten kann.
2. **Gebietsverluste der Ukraine**:
Die Ukraine wird es ohne weitere massive Unterstützung kaum schaffen, von Russland besetzte Gebiete zurückzuerobern. Präsident Selenskyj hat bereits angedeutet, dass Diplomatie—und nicht die reine militärische Offensive—am Ende entscheidend sein wird, um verlorenes Territorium zurückzugewinnen. Russland zeigt wenig Bereitschaft, eroberte Gebiete wieder abzugeben. Einzig Kursk, ein russisches Grenzgebiet, das die Ukraine im Sommer kurzzeitig besetzen konnte, dient Kiew als potenzielles Druckmittel in Verhandlungen.
3. **Langfristige Sicherheitsgarantien für die Ukraine**:
Für die Ukraine ist weniger entscheidend, wie viel Land sie jetzt hält, als welche langfristigen Sicherheits- und Wirtschaftsvereinbarungen sie mit dem Westen treffen kann. Ein NATO-Beitritt wird unter einer Trump-Administration höchst unwahrscheinlich sein. Trump dürfte eher auf Neutralität der Ukraine setzen, was einer zentralen Forderung Putins entspricht. Es könnten allenfalls alternative Absprachen getroffen werden, etwa wirtschaftliche Integration der Ukraine mit Europa als Zugeständnis. Verbindliche, starke Sicherheitsgarantien sind jedoch unwahrscheinlich.
4. **Die Gefahr eines erneuten russischen Angriffs auf Kiew**:
Ein großes Problem ist die Angst, dass Russland nach einem Waffenstillstand oder einem Friedensabkommen später erneut angreifen könnte. Weder Kiew noch Trump wollen als diejenigen dastehen, die den Verlust der ukrainischen Hauptstadt zugelassen haben. Aber es ist fraglich, ob Putin glaubwürdige Versprechen abgeben würde, in Zukunft von weiteren Angriffen abzusehen. Frühere russische Zusicherungen, die Souveränität der Ukraine zu respektieren, haben sich als wertlos erwiesen.
**Fazit:**
Trumps Wahlsieg würde den Verhandlungsprozess beschleunigen, aber es ist unwahrscheinlich, dass die Ukraine daraus gestärkt hervorgeht. Ihre Chancen auf umfangreiche US-Unterstützung schwinden, Europa ist als alleiniger Unterstützer überfordert, und Russland zeigt wenig Neigung, besetzte Gebiete wieder aufzugeben. In Zukunft wird es vor allem darum gehen, welche Sicherheitsgarantien und Wirtschaftsbeziehungen die Ukraine langfristig sichern kann—und ob ein weiteres Vordringen Russlands tatsächlich verhindert werden kann.