Weiß nicht, ob es hier schon gepostet wurde, aber passt gerade (oder fast immer) gut zum Thema.
Ab ca. Min 8:30 wird erklärt wie die anderen Parteien in Dänemark auf deren AFD reagiert haben (kleiner Tipp, nicht antidemokratisch wie die hiesigen). Video lohnt sich auch komplett anzusehen.
"Fährt die SPD die deutsche Regierung an die Wand? Warum Parteilinke wie Ralf Stegner es nicht lassen können, den Koalitionspartner CDU vorzuführen
Keine Woche mehr ohne Streit in Berlin: Auf die Stadtbild-Debatte folgt der Streit um die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat. Die SPD schielt mit der Kritik am Regierungspartner auf die aufstrebende Linkspartei – und stärkt am Ende doch nur die rechte AfD.
Es ist paradox: Die SPD regiert – und hört sich doch so an, als wäre sie die Opposition. Dabei ist es oftmals egal, um welches Thema es sich handelt: Ob beim Bürgergeld, bei Rückführungen, bei innerer Sicherheit, ob beim Wehrdienst oder beim Haushalt – geht die CDU in die eine Richtung, marschiert die SPD verlässlich in die andere.
Ein Mann, der seit Jahren wie kaum ein anderer diesen Zwiespalt pflegt, ist Ralf Stegner. Der schleswig-holsteinische Sozialdemokrat, Wortführer der Linken in der Partei, ist für seine leicht mürrische, aber klare Art bekannt. Doch während Stegner seine Partei nach links treibt, rufen Koalitionsarithmetik und gesellschaftliche Stimmung eher nach rechtskonservativer Ordnung. Das produziert Streit in der Regierung. Die Bürger sind des Koalitionskrachs aber müde und wenden sich immer mehr der AfD zu. Sie hat laut einer Umfrage diese Woche die Union wieder überholt und steht bei 26 Prozent.
Kein «Schäbigkeitswettbewerb»
Ein Beispiel ist die Stadtbild-Debatte. Kanzler Friedrich Merz hatte einen Zusammenhang erstellt zwischen irregulärer Migration und der unsicher anmutenden Lage in Deutschlands Innenstädten und Bahnhöfen. Doch während in einer Umfrage 63 Prozent der Befragten dem Bundeskanzler zustimmen – und lediglich 29 Prozent widersprechen –, ist der Puls bei Stegner auf 180. «Dass es bei der irregulären Migration Regelungsbedarf gibt, steht ja ausser Frage», sagt der SPD-Mann im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag». «Aber: Nur weil einer nicht blond und blauäugig ist, ihn derart pauschal zu attackieren, das geht eben auch nicht.» Stegner stellt klar: «Mit der SPD wird es weder einen Schäbigkeitswettbewerb noch Inhumanität und auch keine Verfassungswidrigkeit geben.» Mag Stegner auch das Problem anerkennen, geht er verbal doch auf Konfrontationskurs gegenüber dem Regierungspartner CDU.
Stegner macht das auch bei anderen Themen, etwa in der Debatte über mögliche Grenzschliessungen: «Im Übrigen weiss Friedrich Merz inzwischen auch, dass solche Versprechen – ‹Am ersten Tag meiner Amtsübernahme werde ich . . .› – vielleicht in der amerikanischen Präsidialdemokratie funktionieren. Aber nicht in Deutschland. Da war wohl ein bisschen viel Adrenalin.» Was bleibt, ist der Eindruck von Streit.
Die «oppositionelle Versuchung» der SPD nennt das der Politikwissenschafter und Herausgeber der Monatszeitschrift «Blätter für deutsche und internationale Politik» Albrecht von Lucke. Er sieht die deutschen Sozialdemokraten in einer existenziellen Zerreissprobe: Auf der einen Seite stünden diejenigen, die begriffen hätten, dass ein erheblicher Teil ihrer Wähler zur AfD abwandere, und die deshalb zu Konzessionen an die Union auf Politikfeldern wie Migration und Sicherheit bereit seien.
Auf der anderen Seite seien dagegen jene, die – wie die Jusos oder die Fraktion um Stegner – primär auf jene Wählerinnen und Wähler schielten, die Richtung Linkspartei abwanderten, und die deshalb mehr Umverteilung von oben nach unten und eine Neuauflage der Entspannungspolitik gegenüber Russland forderten. Stegner war einer der Initiatoren des «Friedensmanifests» im Juni dieses Jahres, in dem amtierende und ehemalige SPD-Politiker die alte Idee einer «gemeinsamen Sicherheit» mit Russland beschworen.
Bald von der Linken überholt
Diese SPD denkt klassisch, im Schema Unten gegen Oben, Arbeit gegen Vermögen – und fürchtet vor allem die Linkspartei. Im Endspurt zur Bundestagswahl im Februar dieses Jahres legte die Linkspartei um ihren Social-Media-Star Heidi Reichinnek ein erstaunliches Comeback hin und kam bei den Jungwählern (18–24 Jahre) auf 26 Prozent – Werte, von denen SPD (12) und Grüne (10) nur träumen können. Auferstanden aus Ruinen, ist die Linke vor allem bei jungen Menschen derzeit so beliebt wie vielleicht noch nie. Sie könnte die SPD gar überholen, die derzeit bei gerade einmal 14 Prozent steht.
Es brauche eine linke SPD um Stegner, stellt von Lucke denn auch klar. Aber eben nicht nur. Diese SPD-Strömung übersehe einen fundamentalen Punkt: «In der arbeitenden Schicht gibt es ein mindestens ebenso grosses Unbehagen über einen Staat ohne Autorität, der bei der Bekämpfung von Ungerechtigkeit nach unten versagt.» Wenn Menschen das Gefühl hätten, der Staat werde ausgenutzt, leide gerade bei den Schwachen das Gerechtigkeitsgefühl – meist noch stärker als bei den Besserverdienenden, die sich das regelrecht leisten könnten, erklärt von Lucke.
Es ist das grosse Problem der SPD. Während die CDU «nur» mit der AfD zu kämpfen hat, werden die Sozialdemokraten von zwei Seiten zerrissen: von einer populistischen Linkspartei und einer rechtsextremen AfD. Der Blick auf das Reale geht dann mitunter verloren, wie die Stadtbild-Debatte zeigt. «Eigentlich ist das ein klassisches SPD-Thema», sagt der Politologe von Lucke. «Ein sicherer Staat mit sicheren öffentlichen Plätzen nutzt den sozial Schwachen mehr als den sozial Starken, die im Zweifel in glänzenden Vororten leben.» Beim Lebensalltag der arbeitenden Bevölkerung – hier muss die SPD eigentlich punkten. «Stattdessen geht sie in verbalen Scharmützeln mit der Union unter.»
Die SPD braucht aus Sicht des Politologen nun vor allem zwei Dinge: ein strategisches Zentrum und eine Politik für einen starken Staat. Lucke denkt an den früheren Kanzler Helmut Schmidt (1974–1982): «Die enormen Zustimmungswerte für Helmut Schmidt resultierten nicht zuletzt aus der klaren Autorität, die er ausstrahlte, und seiner Haltung zugunsten eines starken Staats, der Ungerechtigkeiten entschieden bekämpft, ganz egal ob sie unten oder oben stattfinden.»
An diesem Punkt kann auch der SPD-Mann Stegner zustimmen. «Es braucht Führungen und Orientierungskraft. Ich sehe da bei beiden Parteiführungen, bei der SPD wie bei der CDU, Luft nach oben.» So ganz ohne Seitenhieb auf den Koalitionspartner geht es dann doch nicht.
"Fährt die SPD die deutsche Regierung an die Wand? Warum Parteilinke wie Ralf Stegner es nicht lassen können, den Koalitionspartner CDU vorzuführen
Keine Woche mehr ohne Streit in Berlin: Auf die Stadtbild-Debatte folgt der Streit um die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat. Die SPD schielt mit der Kritik am Regierungspartner auf die aufstrebende Linkspartei – und stärkt am Ende doch nur die rechte AfD.
Es ist paradox: Die SPD regiert – und hört sich doch so an, als wäre sie die Opposition. Dabei ist es oftmals egal, um welches Thema es sich handelt: Ob beim Bürgergeld, bei Rückführungen, bei innerer Sicherheit, ob beim Wehrdienst oder beim Haushalt – geht die CDU in die eine Richtung, marschiert die SPD verlässlich in die andere.
Ein Mann, der seit Jahren wie kaum ein anderer diesen Zwiespalt pflegt, ist Ralf Stegner. Der schleswig-holsteinische Sozialdemokrat, Wortführer der Linken in der Partei, ist für seine leicht mürrische, aber klare Art bekannt. Doch während Stegner seine Partei nach links treibt, rufen Koalitionsarithmetik und gesellschaftliche Stimmung eher nach rechtskonservativer Ordnung. Das produziert Streit in der Regierung. Die Bürger sind des Koalitionskrachs aber müde und wenden sich immer mehr der AfD zu. Sie hat laut einer Umfrage diese Woche die Union wieder überholt und steht bei 26 Prozent.
Kein «Schäbigkeitswettbewerb»
Ein Beispiel ist die Stadtbild-Debatte. Kanzler Friedrich Merz hatte einen Zusammenhang erstellt zwischen irregulärer Migration und der unsicher anmutenden Lage in Deutschlands Innenstädten und Bahnhöfen. Doch während in einer Umfrage 63 Prozent der Befragten dem Bundeskanzler zustimmen – und lediglich 29 Prozent widersprechen –, ist der Puls bei Stegner auf 180. «Dass es bei der irregulären Migration Regelungsbedarf gibt, steht ja ausser Frage», sagt der SPD-Mann im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag». «Aber: Nur weil einer nicht blond und blauäugig ist, ihn derart pauschal zu attackieren, das geht eben auch nicht.» Stegner stellt klar: «Mit der SPD wird es weder einen Schäbigkeitswettbewerb noch Inhumanität und auch keine Verfassungswidrigkeit geben.» Mag Stegner auch das Problem anerkennen, geht er verbal doch auf Konfrontationskurs gegenüber dem Regierungspartner CDU.
Stegner macht das auch bei anderen Themen, etwa in der Debatte über mögliche Grenzschliessungen: «Im Übrigen weiss Friedrich Merz inzwischen auch, dass solche Versprechen – ‹Am ersten Tag meiner Amtsübernahme werde ich . . .› – vielleicht in der amerikanischen Präsidialdemokratie funktionieren. Aber nicht in Deutschland. Da war wohl ein bisschen viel Adrenalin.» Was bleibt, ist der Eindruck von Streit.
Die «oppositionelle Versuchung» der SPD nennt das der Politikwissenschafter und Herausgeber der Monatszeitschrift «Blätter für deutsche und internationale Politik» Albrecht von Lucke. Er sieht die deutschen Sozialdemokraten in einer existenziellen Zerreissprobe: Auf der einen Seite stünden diejenigen, die begriffen hätten, dass ein erheblicher Teil ihrer Wähler zur AfD abwandere, und die deshalb zu Konzessionen an die Union auf Politikfeldern wie Migration und Sicherheit bereit seien.
Auf der anderen Seite seien dagegen jene, die – wie die Jusos oder die Fraktion um Stegner – primär auf jene Wählerinnen und Wähler schielten, die Richtung Linkspartei abwanderten, und die deshalb mehr Umverteilung von oben nach unten und eine Neuauflage der Entspannungspolitik gegenüber Russland forderten. Stegner war einer der Initiatoren des «Friedensmanifests» im Juni dieses Jahres, in dem amtierende und ehemalige SPD-Politiker die alte Idee einer «gemeinsamen Sicherheit» mit Russland beschworen.
Bald von der Linken überholt
Diese SPD denkt klassisch, im Schema Unten gegen Oben, Arbeit gegen Vermögen – und fürchtet vor allem die Linkspartei. Im Endspurt zur Bundestagswahl im Februar dieses Jahres legte die Linkspartei um ihren Social-Media-Star Heidi Reichinnek ein erstaunliches Comeback hin und kam bei den Jungwählern (18–24 Jahre) auf 26 Prozent – Werte, von denen SPD (12) und Grüne (10) nur träumen können. Auferstanden aus Ruinen, ist die Linke vor allem bei jungen Menschen derzeit so beliebt wie vielleicht noch nie. Sie könnte die SPD gar überholen, die derzeit bei gerade einmal 14 Prozent steht.
Es brauche eine linke SPD um Stegner, stellt von Lucke denn auch klar. Aber eben nicht nur. Diese SPD-Strömung übersehe einen fundamentalen Punkt: «In der arbeitenden Schicht gibt es ein mindestens ebenso grosses Unbehagen über einen Staat ohne Autorität, der bei der Bekämpfung von Ungerechtigkeit nach unten versagt.» Wenn Menschen das Gefühl hätten, der Staat werde ausgenutzt, leide gerade bei den Schwachen das Gerechtigkeitsgefühl – meist noch stärker als bei den Besserverdienenden, die sich das regelrecht leisten könnten, erklärt von Lucke.
Es ist das grosse Problem der SPD. Während die CDU «nur» mit der AfD zu kämpfen hat, werden die Sozialdemokraten von zwei Seiten zerrissen: von einer populistischen Linkspartei und einer rechtsextremen AfD. Der Blick auf das Reale geht dann mitunter verloren, wie die Stadtbild-Debatte zeigt. «Eigentlich ist das ein klassisches SPD-Thema», sagt der Politologe von Lucke. «Ein sicherer Staat mit sicheren öffentlichen Plätzen nutzt den sozial Schwachen mehr als den sozial Starken, die im Zweifel in glänzenden Vororten leben.» Beim Lebensalltag der arbeitenden Bevölkerung – hier muss die SPD eigentlich punkten. «Stattdessen geht sie in verbalen Scharmützeln mit der Union unter.»
Die SPD braucht aus Sicht des Politologen nun vor allem zwei Dinge: ein strategisches Zentrum und eine Politik für einen starken Staat. Lucke denkt an den früheren Kanzler Helmut Schmidt (1974–1982): «Die enormen Zustimmungswerte für Helmut Schmidt resultierten nicht zuletzt aus der klaren Autorität, die er ausstrahlte, und seiner Haltung zugunsten eines starken Staats, der Ungerechtigkeiten entschieden bekämpft, ganz egal ob sie unten oder oben stattfinden.»
An diesem Punkt kann auch der SPD-Mann Stegner zustimmen. «Es braucht Führungen und Orientierungskraft. Ich sehe da bei beiden Parteiführungen, bei der SPD wie bei der CDU, Luft nach oben.» So ganz ohne Seitenhieb auf den Koalitionspartner geht es dann doch nicht.
SO ist sie halt.. die SPD
Das erinnert eher an eine Folge von "TV Total" oder "Die Oliver Geissen Show" als an Politik.
"Der deutsche Bundespräsident Steinmeier droht der AfD: Das ist eine Grenzüberschreitung
Frank-Walter Steinmeier spricht sich dafür aus, die Partei hart zu bekämpfen. Seine Rede dürfte nachwirken, ist aber weder schlüssig argumentiert noch mit seinem Amt als Staatsoberhaupt vereinbar.
Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Kunststück vollbracht, eine Rede über die AfD zu halten, ohne die Partei ein einziges Mal namentlich zu erwähnen. Trotzdem war klar, welche Partei er meinte, als er über «rechtsextreme Kräfte» sprach, «die unsere Demokratie angreifen und an Zustimmung in der Bevölkerung gewinnen». Seine Rede war stellenweise eine Kampfansage an die Partei.
Steinmeier hielt sie am Sonntag, dem 9. November, dem deutschen Schicksalsdatum (Novemberrevolution 1918, Pogromnacht 1938, Mauerfall 1989). Nie in der Geschichte des wiedervereinten Deutschland seien Demokratie und Freiheit so sehr unter Druck gestanden wie derzeit, sagte er. Die Gründe dafür sieht er in der Bedrohung durch Russland und der Gefahr durch Rechtsextreme.
Steinmeier auf dünnem Eis
Die Frage, ob die AfD tatsächlich rechtsextrem ist, beschäftigt derzeit das Verwaltungsgericht Köln. Für Steinmeier scheint sie trotzdem schon geklärt zu sein.
«Verfassungsfeinde» könnten beispielsweise von der Wahl zum Bürgermeister ausgeschlossen werden, sagte er. Das sei nicht «per se undemokratisch». Damit spielte Deutschlands Staatsoberhaupt auf den Fall des AfD-Politikers Joachim Paul an, der in Ludwigshafen von der Wahl des Oberbürgermeisters ausgeschlossen wurde. Der Hergang des Ausschlusses und die Begründung dafür: mindestens fragwürdig.
Nachdem er Berufsverbote für «Verfassungsfeinde» befürwortet hatte, kam Steinmeier auf ein mögliches Verbot der AfD zu sprechen. «Eine Partei, die den Weg in die aggressive Verfassungsfeindschaft beschreitet, muss immer mit der Möglichkeit eines Verbots rechnen.»
Rein formal betrachtet, gab Steinmeier hier nur das Grundgesetz wieder. Im Kontext kann man seine Aussage aber durchaus als Drohung an die AfD verstehen. Zumal seine Rede mit dem Satz endete: «Tun wir, was getan werden muss.»
Was der Bundespräsident nicht darf
Doch will die AfD wirklich die freiheitlich-demokratische Grundordnung zerstören? Der deutsche Verfassungsschutz tut sich jedenfalls schwer damit, das zu belegen.
Steinmeier dämonisierte die AfD, handfeste Belege für seine Thesen blieb er schuldig. Viele Politiker der etablierten Parteien argumentieren nach diesem Muster. Sie bilden eine Allianz, die sich gerne als «die demokratischen Parteien» bezeichnet. Was genau an der AfD undemokratisch sein soll, können sie nicht schlüssig erklären.
Natürlich dürfen Politiker unsachlich und unfair gegen die politische Konkurrenz keilen. Für Steinmeier gilt das freilich nicht. Als Bundespräsident ist er formell das Staatsoberhaupt aller Deutschen.
Er repräsentiert den Staat als solchen, muss also unparteiisch sein. Das Bundespräsidialamt beschreibt es so: «Über den Parteien stehend, wirkt er durch Ausübung seiner verfassungsrechtlichen Befugnisse (. . .) integrierend, moderierend und motivierend.» Zudem heisst es, der Bundespräsident solle unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammenführen.
Die AfD ist mittlerweile eine grosse Partei mit rund zehn Millionen Wählern. Sie steht somit für eine relevante gesellschaftliche Gruppe. Aussagen wie die von Steinmeier führen nicht zusammen, sondern verstärken die Fliehkräfte, den Frust, das Ressentiment. Der Demokratie ist damit nicht gedient.
Eines Bundespräsidenten unwürdig und das ja leider nicht zum ersten Mal..
War ja immer klar, dass er vor allem SPD-Parteisoldat ist. Aber die Rede war schon heftig. In letzter Zeit hatte man ja fast gar nichts mehr von ihm gehört. Und statt dann mal, wie man es von einem Bundespräsidenten erwartet, die Bevölkerung zu einen, spielt er da den Superspaltpilz und erklärt jedem vierten Wähler quasi den Krieg.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 10. Nov 2025, 13:18
von maximised
Einfach den Plan durchführen und dann weiß man es ja.
Danach muss man akzeptieren, sie sind verboten oder halt nicht und dann kann man auch nicht mehr so gegen sie sein wie es aktuell ist.
Einfach den Plan durchführen und dann weiß man es ja.
Danach muss man akzeptieren, sie sind verboten oder halt nicht und dann kann man auch nicht mehr so gegen sie sein wie es aktuell ist.
Demotivationstrainer - sehr schön.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 10. Nov 2025, 14:23
von mello
Belém wurde als Konferenzort gewählt, um die Bedeutung des Amazonasgebiets für das Weltklima ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Doch die Stadt ist mit der Durchführung eines derart großen Gipfeltreffens sichtbar überfordert. Rund 50.000 Personen – darunter Staats- und Regierungschefs, Minister, UN-Vertreter, NGO-Mitarbeitende und Aktivistinnen – sollen in einer Region für den Klimagipfel untergebracht werden, die kaum über die notwendige Infrastruktur verfügt.
Angesichts begrenzter Hotelkapazitäten greift die brasilianische Regierung zu ungewöhnlichen Mitteln: Zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 6.000 Betten dienen als schwimmende Hotels. Die "Costa Diadema "von Costa Crociere und die "MSC Seaview" von MSC Cruises ankern im Hafen nahe der Amazonasmündung.
Ohne Gäste an Bord aufzunehmen, hatten die beiden Giganten in Barcelona Kurs auf Belém genommen und den Atlantik überquert. Tausende Kilometer legten sie über den Ozean zurück – und pusteten dabei Tonnen von CO2 in die Atmosphäre.
Ein Satz von Präsident Lula da Silva sorgte zusätzlich für Unmut: "Wer kein Zimmer findet, muss eben unter den Sternen schlafen", witzelte er.
Viele Gäste werden nun privat untergebracht – oder ziehen kurzerhand in sogenannte Sex-Motels, die kurzfristig zu COP-Unterkünften umfunktioniert wurden.
Für die COP30 wurde eine neue Autobahn mitten durch den Amazonas gebaut – eine Maßnahme, die ausgerechnet dort zusätzlichen Eingriff in die sensible Umwelt bedeutet, wo die Weltgemeinschaft über deren Schutz beraten will.
Expertinnen zufolge zerschneidet die Trasse intakten Regenwald und trennt Tierpopulationen voneinander. Eine Regenwaldfläche von mehr als 71 Hektar fiel der Autobahn zum Opfer. Die britische BBC berichtete zudem von Anwohnern, die durch das Straßenbauprojekt direkt geschädigt wurden, ohne jegliche staatliche Entschädigung zu erhalten. Zudem warnen Umweltschützer: Sobald die Straße erst einmal fertiggestellt ist, könnte sie Tür und Tor für weitere Rodungen öffnen – mit unkalkulierbaren Folgen für das sensible Ökosystem.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 10. Nov 2025, 14:28
von Eric
Es wurden auch tausende Bäume gefällt, um eine Straße mitten durch den Regenwald zu bauen.
Franziska Giffey wird fallen gelassen, Martin Hikel schmeißt hin – und ausgerechnet ein Politiker aus Hannover soll nun die Partei retten. Der Niedergang der Berliner Sozialdemokratie zeigt, wie sehr sie den Kontakt zur Realität verloren hat.
Lel, die SPD macht mich fertig. Aber gut, dass die letzten paar Feigenblätter auch noch fallen gelassen werden. Obwohl man Kai Wegner natürlich auch dort einreihen kann, der vor der Wahl als böser Rechtspopulist geframed wurde.
Aber Giffey ist nicht allein. Ihr Nachfolger als Bezirksbürgermeister von Neukölln wurde im Jahre 2018 Martin Hikel. Er gilt als besonnen, realistisch und zupackend. Inzwischen ist er sogar einer der Vorsitzenden der Berliner SPD. Er sollte am Wochenende als Kandidat für die Wahl zum Amt des Bezirksbürgermeisters von Neukölln gekürt werden, erhielt von seinen Genossen allerdings weniger als 70 Prozent der Stimmen. Er gehe einfach zu offensiv gegen migrationsbedingte Probleme in seinem Stadtteil vor und bekenne sich zu wenig zum Kampf gegen „antimuslimischen Rassismus“, sagen seine Kritiker. Offensichtlich wollten sie ihm einen Denkzettel verpassen. Das ist übrigens typisch für Sozialdemokraten: Auch wenn das Schiff schon untergeht, werden trotzdem munter Haltungsnoten verteilt.
Full:
Im nächsten Jahr wählt Berlin sein neues Abgeordnetenhaus. Damit wird auch entschieden, ob Kai Wegner (CDU) Regierender Bürgermeister bleibt oder nicht. Eigentlich wollen die Sozialdemokraten den Posten zurückerobern. Die Zeichen dafür stehen schlecht. Sie liegen nicht nur bei den Wahlumfragen seit Monaten hinter den Linken, sondern beschädigen auch noch munter ihr Spitzenpersonal.
Einst galt sie als sozialdemokratische Hoffnung: Franziska Giffey. Bekannt wurde sie als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln. Das Amt hatte sie im Jahre 2015 vom robusten Heinz Buschkowsky übernommen. Später wurde sie Bundesministerin, Regierende Bürgermeisterin von Berlin und ist dort heute Senatorin für Wirtschaft. Es hätte im Jahr 2023 auch eine Mehrheit von SPD, Grünen und Linken gegeben. Giffey führte ihre Partei stattdessen in eine Koalition mit der CDU.
Das scheinen bis heute nicht alle linken Genossen verdaut zu haben. Eigentlich hätte es nahelegen, sie wieder zur Spitzenkandidatin zu machen. Noch im Sommer dieses Jahres sprach sie sich für eine Mitgliederbefragung aus. Wer auch immer Kandidat werde, brauche die breite Unterstützung der Partei. Giffey weiß, wovon sie redet.
Erst vor wenigen Tag zog ihr eigener Kreisverband Neukölln den Stecker zu ihrer politischen Karriere. Für die Landtagswahlen im nächsten Jahr wird sie keinen sicheren Listenplatz erhalten. Es ist unwahrscheinlich, dass sie ihren Wahlkreis gewinnt. Im Jahr 2023 lag sie rund 15 Punkte hinter dem CDU-Kandidaten. Sang- und klanglos dürfte dieser Tage eine politische Karriere beendet worden sein.
Aber Giffey ist nicht allein. Ihr Nachfolger als Bezirksbürgermeister von Neukölln wurde im Jahre 2018 Martin Hikel. Er gilt als besonnen, realistisch und zupackend. Inzwischen ist er sogar einer der Vorsitzenden der Berliner SPD. Er sollte am Wochenende als Kandidat für die Wahl zum Amt des Bezirksbürgermeisters von Neukölln gekürt werden, erhielt von seinen Genossen allerdings weniger als 70 Prozent der Stimmen. Er gehe einfach zu offensiv gegen migrationsbedingte Probleme in seinem Stadtteil vor und bekenne sich zu wenig zum Kampf gegen „antimuslimischen Rassismus“, sagen seine Kritiker. Offensichtlich wollten sie ihm einen Denkzettel verpassen. Das ist übrigens typisch für Sozialdemokraten: Auch wenn das Schiff schon untergeht, werden trotzdem munter Haltungsnoten verteilt.
Aber Hikel drehte den Spieß um und schmiss an diesem Wochenende hin. Das Votum gebe ihm „nicht ausreichend Rückenwind für einen erfolgreichen Wahlkampf“. Eigentlich sind mittelprächtige Wahlergebnisse in der Berliner SPD schon lange üblich. Traditionelle Sozialdemokraten und postkoloniale Junglinke stehen sich hier wie kaum sonstwo in Deutschland unversöhnlich gegenüber. Hikel bestand angesichts miserabler Umfragewerte seiner Partei auf Geschlossenheit. Und nun steht die SPD Neukölln mit leeren Händen da und braucht einen neuen Kandidaten.
Wer ein Gefühl dafür entwickeln will, wie es so weit kommen konnte, ist bei der Sendung „Chez Krömer“ bestens aufgehoben. Im Jahr 2020 interviewte Krömer Raed Saleh. Der Berliner palästinensischer Abstammung war damals schon seit fast zehn Jahren der SPD-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus und wollte gemeinsam mit Franziska Giffey SPD-Vorsitzender von Berlin werden. Bereits im Jahr 2014 war er an einer Kandidatur für das Amt des Regierenden Bürgermeisters gescheitert. An Selbstbewusstsein fehlt es ihm also nicht. Aber an allerhand anderen Dingen.
Was Saleh bei Kurt Krömer ablieferte, war zum Fremdschämen. Kein einziger kluger Gedanke, kein einziger witziger Satz. Stattdessen peinlich-kindliches Rangewanze. Selbst von politischem „Mittelmaß“ zu sprechen, wäre eine Übertreibung.
Saleh bettelte Krömer regelrecht um rhetorische Schläge an und bekam sie auch. Und dann passierte etwas, was auch für den Komiker eher ungewöhnlich ist. Krömer entwickelte fast so etwas wie Mitleid mit seinem Gast und sagte zu Saleh: „Sie reden sich ja hier um Kopf und Kragen. Das ist nicht einfach nur ein Raum. Hinter diesen Spiegeln sind Kameras.“
Saleh ist noch immer der Chef der Sozis im Berliner Abgeordnetenhaus. Eindrucksvoller lässt sich der geistige Zustand der Partei kaum beschreiben. Was gab es nicht einst für regelrechte sozialdemokratische Hünen in Berlin: Ernst Reuter, Willy Brandt oder Hans-Jochen Vogel. Aber das ist alles schon sehr lange her.
Einer wird vom momentanen Chaos in der Berliner SPD wahrscheinlich profitieren. In dieser Woche soll Steffen Krach zum Kandidaten für die Wahl zum Regierenden Bürgermeister nominiert werden. Und mindestens der überraschende Abgang Hikels dürfte die Reihen zeitweise schließen. Krach hat zwar Verwaltungserfahrung und war auch ein paar Jahre in Berlin Staatssekretär, aber seit 2021 ist er Präsident der Region Hannover.
Einen Kandidaten für höchste Ämter von außen zu holen, ist nicht nur politisch überaus riskant, sondern auch höchst ungewöhnlich. Möglicherweise war das für Hikel und seine Co-Vorsitzende die einzige Möglichkeit, Saleh zu verhindern. Oder einen großen internen Streit über die Richtung der Partei.
Warum Krach sich die Kandidatur überhaupt antut, bleibt rätselhaft. Mit dieser Berliner SPD jedenfalls hat er keine echten Chancen auf einen Wahlsieg. Und falls es doch anders käme, würde seine Basis mit ihm mangels eigener Hausmacht munter Schlitten fahren.
Die Sache hat aber auch ihr Gutes. Der Zustand der Berliner SPD ist ja bloß ein Spiegelbild der Dysfunktionalität der ganzen Stadt. Beide passen irgendwie zueinander. Jeder hat immer die Sozialdemokraten, die er verdient.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 10. Nov 2025, 15:24
von BigBud
Es ist wirklich eine absolute Schande, was aus der SPD geworden ist.
Schade....
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 10. Nov 2025, 20:08
von Bob-Tschigerillo
Linksanwalt hat geschrieben: 9. Nov 2025, 13:45
Diese Frau ist Lehrkraft an einer deutschen Schule und erreicht mit solchem kompletten ideologischen Bullshit tausende von Accounts und junge Menschen.
Aus jedem noch so kleinen Pups wird sich irgendwas auf Krampf noch so hart hinrationalisiert, sodass es in die eigene Agenda passt und letztendlich in die Köpfe der Gefolgschaft transportiert wird.
Das ist ein Paradebeispiel dafür wie toxisch und gefährlich Social Media und die Medien allgemein mittlerweile sind und wie krass die zur Zerrissenheit der Gesellschaft beitragen.
Unsere Welt wäre definitiv eine bessere, wenn wir sofort alle unsere Handys und sonstige elektronischen Geräte auf einen Scheiterhaufen werfen und nie mehr neue produzieren.
Wenigstens die Kommentare geben noch Hoffnung. Auf Kritik bei diesem Schwachsinnsbeitrag wird seitens dieser Frau entweder garnicht oder spöttisch-sarkastisch mit einem Einzeiler reagiert.
Solche Menschen holst du nie mehr aus ihrer kleinen Traumwelt heraus.
Ja doch jetzt wo sie es sagt, das verwenden dieser Begriffe hat etwas kultiviertes an sich
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 10. Nov 2025, 21:22
von Homelander
Masthuhn hat geschrieben: 10. Nov 2025, 13:29
Der hat ja die Ausstrahlung einer Dillgurke.
normalster linker
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 11. Nov 2025, 12:25
von Certa
Heute werden übrigens erneut Afghanen aus Pakistan per Linienflug nach Deutschland importert.