Knolle hat geschrieben: 29. Okt 2024, 11:14
GoldenInside hat geschrieben: 29. Okt 2024, 10:08
clayz hat geschrieben: 29. Okt 2024, 10:01
Ich weiß es nicht. Hab mir darüber wenig Gedanken gemacht, da es mMn sowieso nicht passieren wird.
Ich schnappe nur immer wieder bei Leuten auf, dass das ja viel besser wäre und kann es nicht einschätzen.
Die Nachteile überwiegen mMn. Für die Wirtschaft schlecht, weil mehr als die Hälfte der Exporte in EU-Länder geht und das eher schwieriger wird. Für die Sicherheit schlecht, weil man global gesehen nur ein kleiner Player ist. Für den Bürger schlecht/unkomfortabel, weil man beim Reisen tendenziell eingeschränkt wird (Grenzübergänge, Erasmus, Währung, Mobilfunk, etc.).
Und mMn ist die Bürokratie der EU halt auch manchmal gut, gerade beim Verbraucherschutz konnte man einiges umsetzen, was sonst nicht möglich wäre.
Sehe ich nur teilweise als Argumente an.
China, USA und Schweiz sind sowohl für Import als auch Export wichtige Partner, die aber nicht in der EU sind und es funktioniert trotzdem.
Grenzübergänge in die Schweiz funktionieren auch relativ entspannt und auch die Währung ist in der heutigen Zeit kaum ein Argument. Entweder funktioniert alles digital oder ich kann einfach alles mit meiner Kreditkarte bezahlen. Mit meiner eSIM hab ich weder in China noch in Japan große Probleme gehabt.
Aber natürlich ist es einfacher, eine große Währung zu haben und wenn Grenzen innerhalb der Gesellschaft bei vielen Dingen keine Rolle spielen. Auch der Verbraucherschutz ist ein Punkt, aber es gibt eben wie gesagt viele Nachteile.
Und gerade in den großen Krisen der letzten Jahre wie Corona Pandemie, Staatsschuldenkrise und der Krieg in der Ukraine zeigt sich, dass die Länder untereinander so uneins sind, dass ein gemeinsames Auftreten überhaupt nicht funktioniert.
Die EU braucht eine Reform in meinen Augen. Ich lehne dieses Konstrukt, das ich nicht verstehe und das über meinen Kopf und das Land ich dem ich lebe, ab. Das muss unbedingt aufgeräumt werden und verbessert werden, dann kann es mit der EU funktionieren. Zugleich müssen die Nationalstaaten aber geschwächt werden, sonst wird es nicht funktionieren. Aber die Regionen sollten autonomer werden. Das klingt erstmal widersprüchlich, aber passt tatsächlich zum Konstrukt der EU.
Chatgpt:
ABBC3_SPOILER_SHOW
Das Konstrukt der EU fördert die Autonomie von Regionen auf mehreren Ebenen. Besonders das Prinzip der Subsidiarität, das tief in den Verträgen der EU verankert ist, spielt dabei eine zentrale Rolle. Subsidiarität bedeutet, dass politische Entscheidungen immer auf der niedrigsten Ebene getroffen werden sollen, auf der sie effektiv umgesetzt werden können. Das stärkt Regionen, indem es ihnen ermöglicht, in Angelegenheiten, die sie direkt betreffen, unabhängig zu handeln und ihre eigenen Strategien zu entwickeln. Hier sind einige wesentliche Aspekte:
1. Strukturfonds und Kohäsionspolitik: Die EU stellt über die Europäischen Strukturfonds und die Kohäsionsfonds Mittel bereit, die direkt an Regionen fließen. Diese Mittel sollen wirtschaftliche Disparitäten zwischen den Regionen verringern und die wirtschaftliche Entwicklung fördern. Regionen können selbst bestimmen, wie sie diese Mittel einsetzen, etwa zur Förderung der Infrastruktur, Bildung, Forschung oder Innovation.
2. Europäischer Ausschuss der Regionen (AdR): Der AdR ist eine beratende Institution, die den Regionen eine Stimme auf EU-Ebene gibt. Hier können regionale Vertreter ihre Interessen gegenüber der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament artikulieren. Der AdR gibt Stellungnahmen zu Vorschlägen ab, die die Regionen betreffen, und stellt sicher, dass regionale Perspektiven in die EU-Gesetzgebung einfließen.
3. Interregionale Zusammenarbeit: Die EU fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen, z.B. über Programme wie INTERREG. Dadurch können Regionen ihre Autonomie durch den Austausch von Best Practices und durch die Schaffung von Netzwerken stärken. Grenzüberschreitende Projekte erlauben es den Regionen, gemeinsam Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu entwickeln, was ihre Selbstständigkeit und regionale Identität fördert.
4. Erleichterung des Zugangs zu EU-Recht und -Programmen: Regionen können EU-Programme und Rechtsvorschriften nutzen, um eigenständig Projekte im Bereich Klimaschutz, Digitalisierung, Sozialpolitik und mehr durchzuführen. Dies stärkt ihre Eigenverantwortung und ermöglicht es ihnen, ihre individuellen Bedürfnisse zu adressieren.
5. Stärkung der regionalen Identität und kulturellen Vielfalt: Die EU setzt sich aktiv für den Schutz der kulturellen Vielfalt ein. Regionalsprachen und Kulturen werden durch verschiedene EU-Programme gefördert, was den Regionen ermöglicht, ihre Identität zu bewahren und gleichzeitig auf einer breiteren Bühne zu agieren.
Zusammengefasst bietet die EU-Politik einen Rahmen, der Regionen Autonomie gibt, indem sie Ressourcen bereitstellt, direkte Mitspracherechte einräumt und den regionalen Handlungsspielraum erweitert. Besonders durch die Kohäsionspolitik und den Ausschuss der Regionen werden regionale Anliegen berücksichtigt, und die Subsidiarität ermöglicht eine gewisse Selbstverwaltung innerhalb des föderativen Systems der EU.
Sehe es ähnlich wie Knolle. Immer wenn es mal darauf ankam, hat die EU überhaupt nicht abgeliefert.
Die EU sollte sich mE auf Handel und Verteidigung beschränken.
So schlank wie möglich + so viel Entscheidungsbefugnis als möglich sollte bei den Ländern verbleiben.
In unterschiedlichen Währungen + Grenzen sehe ich kein Problem.
Mir geht es aber auch nicht primär darum das allerletzte Prozent möglicher Wirtschaftsleistung herauszuquetschen. Da bin ich schon recht idealistisch, wohlwissend, dass das für viele Leute das einzige relevante Thema ist. Wohlstand ist ja auch der einzige Kitt, der die BRD zusammengehalten hat.
Ich halte den Nationalstaat nach wie vor für das Non Plus Ultra, in dem ein Volk mit gemeinsamer Sprache, Abstammung und Kultur verhältnismäßig große Übereinstimmungen in politischer Hinsicht hat. Dafür ist eine relative Homogenität der Bevölkerung, die bei uns gezielt aufgelöst wird, wichtig.
Ich möchte, dass wir Herr im eigenen Hause sind. Die Bevölkerung hat die Zügel in der Hand und bestimmt. Keine supranationalen Organisationen und fragwürdige Gerichtshöfe für Menschenrechte und keine internationalen Konzerne.
Ausschließlich wir entscheiden mit wem wir zusammenleben wollen und wie wir unser Leben als Deutsche ausgestalten. Keine Gängelung durch Psy Ops wie zB eine Klimakrise, die "alternativlose gemeinsame Kraftanstrengungen erfordert" oder durch Bürokraten in Hinterzimmern.
Deutschland hat innerhalb dieses Konstruktes EU ja eine ganz besondere Rolle inne. Ich habe ja letztens erst den Artikel geteilt, dass der Euro Voraussetzung für die Wiedervereinigung war. Wir waren von Anfang an als Zahlmeister vorgesehen. Auch um uns zu "zähmen" und um die Nachbarländer vor einer neuerlichen nationalen Erhebung Deutschlands zu "bewahren". Wir haben keine Freunde als Deutschland.
Frankreich ist neidisch und skeptisch, Polen traut uns nicht, die Südeuropäer zücken sofort die Nazikarikaturen wenn wir nicht das Sparschwein öffnen etc.
Das ist traurig, ist aber zur Kenntnis zu nehmen. Nichtsdestotrotz plädiere ich ja für einen gemeinsamen militärischen Pol.
Deutschland kommt dieser Rolle des alles zusammenhaltenden Zahlschweines ja auch gern nach, indem es zwecks Schuldkult entsprechend konditioniert wurde ("ich bin Europäer, kein Deutscher" -> Flucht vor der eigenen Identität, Nationalmasochismus etc). Daher wird man uns nicht aus dieser Rolle herauslassen. Ohne Deutschland funktioniert der "ganze Laden" nicht. Auch die USA/ Nato hat ein Interesse daran, sind wir doch deren Statthalter und dürfen zB bald Moldau, Georgien und den Westbalkan aufnehmen und finanzieren, damit wir den Nato-Einflussbereich nach Osten ausdehnen/ abstecken.