Tag 8 von Kyoto nach Hiroshima
Leider mussten wir Kyoto verlassen. Die Stadt hat uns außerordentlich gut gefallen!
Unser heutiges Ziel war Hiroshima. Allerdings war noch ein Zwischenstop geplant und zwar in Himeji, wo die größte und berühmteste Burg Japans steht.
Also ausgestiegen und die Strecke zur Burg zurückgelegt. Man muss auch sagen, dass die Ticketpreise für Sehenswürdigkeiten echt human sind. Häufig zahlt man um die 600-1000¥ (zB für die Burg waren es 1000), was deutlich unter 10€ sind. Die Burg war sehr schön und bot Gelegenheit für Fotos. Es gab innen auch einige Schilder und Erklärungen. Bemerkenswert war, dass man in einigen Bereichen der Burg seine Schuhe ausziehen musste

Kennt man bei uns auch nicht, aber ganz lustig. Ansonsten gab's innen viele Stufen und einen netten Ausblick auf die Stadt.
Wir sind dann wieder zurück zum Bahnhof und in den nächsten Zug.
Am Bahnhof haben wir uns dann eine Bento Box geholt. Das sind so kleine Lunchpakete, die man in den Bahnhöfen kaufen kann und entweder kalt oder warm essen kann, die wird nämlich auf Wunsch erhitzt. Diese Boxen kann man dann super entspannt im Zug futtern. Echt lecker, schön zusammengestellt und mit 6-8€ auch wieder spottbillig.
In Hiroshima angekommen ging es erstmal ins Hotel.
Die Hotels die wir hatten, waren teilweise auch echt immer besonders. Unser Hotel in Kanazawa hatte einen eigenen Onsen (also eine Art Schwimmbad), unser Hotel in Kyoto hatte Beutel mit Kosmetikartikeln in unterschiedlichen Farben, von denen man täglich neue bekommen hat. Im goldenen Beutel wäre ein Geschenk gewesen

das Hotel in Hiroshima hatte eine eigene Münze, von denen man pro Person und Nacht 3 bekam, die man in der Bar in Snacks und Cocktails einlösen konnte.
Nach der Ankunft ging es dann erstmal zur Burg in Hiroshima, die wir uns aber nur von außen ansahen, da es schon relativ kurz vor dem letzten Einlass war und wir uns ja bereits schon Himeji angesehen hatten. Auf den Bildern erkennt man auch fast kaum den Unterschied (Die leider immer etwas durcheinander sind)
Also weiter in den Friedenspark und dem Denkmal/Ruine zur Erinnerung/Gedenken an den Angriff vom 6. August 1945. Etwa 150m von dieser Ruine in rund 600m Höhe haben die Amerikaner die erste Atombombe auf Menschen geworfen und damit für fast insgesamt 200.000 Tote gesorgt.
Hiroshima ist viel auf "Frieden" ausgerichtet, es gibt einen Peace Park mit einer Friedensflamme, viele Statuen und Gedenksteine an die Tat und entsprechende Einrichtungen. Irgendwie seltsam, dass vor fast 80 Jahren sowas passiert ist und jetzt ist die Stadt einfach wie jede andere japanische Großstadt. Das ist natürlich auch etwas Positives. Aber auch als Stadt nicht besonders schön und besonders die Straßenbahn war recht alt.
Unser Essens Highlight war auf jeden Fall ein kleines Restaurant in der Nähe des Hotels, wo es nur 6 oder 7 Gerichte gab. Der Inhaber war alleine und hat gekocht, aufgeräumt und bedient. Wobei man ihn vielen Restaurants einfach am Automaten oder via Tablet bestellt und das automatisch funktioniert. Auf dem Bild sieht man ne Steak Box mit leckerem Rindfleisch auf Reis, dazu etwas Salat, ein paar Scheiben Rettich, Tofu und eine Miso Suppe. Das einfach für 9€...unglaublich. Es ist nicht üblich, in Japan Trinkgeld zu geben bzw die verstehen das überhaupt nicht, aber das war wirklich Mega. Wir sind am nächsten Abend direkt wieder hin
