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Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 13. Feb 2026, 22:02
von Höfer
Unbestaendigkeit hat geschrieben: 13. Feb 2026, 21:22 Mal ne Frage: was für Selbstgespräche führst du bei den wirklich langen Einheiten/Wettkämpfen mit dir, wenn es gerade wirklich unangenehm wird? Gerne können auch andere mental starken Läufer was dazu sagen wie z.b.@Zotto oder @Höfer (keine abschließende Aufzählung).

Inb4 war noch nicht fordernd bisher
Ich war/ bin bei sowas kein guter Ratgeber für Andere.
Fragen dieser Art stelle ich mir ehrlich gesagt nicht, da ich Erfüllung in dem finde was ich tue. Wenn dem nicht so wäre, wäre ich nicht in der Situation.
Sehe das auch nicht unbedingt als meine Stärke, sondern im Gegenteil. Ein schneller 10er wäre etwas wo ich mich durchkämpfen müsste, den mache ich aber erst gar nicht.

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Verfasst: 14. Feb 2026, 09:41
von Lauch
So, der längste Lauf der Entlastungswoche aka 20km Easy. Endlich mal lang genug um ein paar Höhenmeter machen zu können.
War raw-doggen, kein Koffein, Elvanse-Off-Day (finde die ziemlich mühsam, echt beschissen das Absetzen nach über einem Jahr chronischer und hoher Einnahme), keine Verpflegung. War dadurch garnicht so Easy im Kopf.

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Unbestaendigkeit hat geschrieben: 13. Feb 2026, 21:22 Mal ne Frage: was für Selbstgespräche führst du bei den wirklich langen Einheiten/Wettkämpfen mit dir, wenn es gerade wirklich unangenehm wird? Gerne können auch andere mental starken Läufer was dazu sagen wie z.b.@Zotto oder @Höfer (keine abschließende Aufzählung).

Inb4 war noch nicht fordernd bisher
Ich finde es gibt einen Unterschied zwischen einer sehr langen zeitlichen Dauer und dem Durchquälen bei kurzer/moderater Dauer. Ein Straßenmarathon fällt für mich auch unter moderater Dauer, das finde ich mental sehr einfach. Das Gehirn funktioniert noch so wie es soll, die Neurotransmitter sind wie sie sein sollen, da bin ich im Kopf einfach bei meinem Pace Ziel und fertig. Meistens bin ich da sogar noch übermotiviert und schraube währenddessen mein Ziel nach oben. Der Kopf kann den Körper ja knechten.

Fies wird es dann bei den längeren Distanzen. Da bewegen sich die Neurotransmitter in die falsche Richtung, Dopamin geht in den Keller, Serotonin nach oben - man wird unmotiviert, schlapp und gleichgültig - auch wenn der Körper noch viele Reserven hat. Ein Problem, das ich auch heute hatte, ich bin halt das Dopamin über mein ärztlich verschriebenes Amphetamin so gewöhnt, dass der Entzug ein Loch produziert, deshalb hab ich absichtlich auch den längeren Lauf und den Elvanse-Off-Day zusammengelegt, damit ich beißen muss. Da würde ich sagen, dass man sich immer kleine Etappenziele zum Durchbeißen suchen sollte. zB hatte ich beim Heimlaufen echt so wenig Lust, dass ich geplant hatte, die 5min Cooldown am Ende nur zu Gehen und nicht mehr zu laufen. Als es so weit war, waren es nur noch 5min und ich bin die auch noch gelaufen. Das ganze funktioniert aber nur gut, wenn es ein abgestecktes Ende gibt. Für Events ohne Ende - also Backyard Ultras - fehlt mir noch jede Strategie. Einerseits ist es utopisch für mich zu gewinnen, andererseits findet man immer so viele andere sympathische Enden. Entweder ein PR (was für mich ja 16 Runden wären) oder die magischen Zahlen wie Marathon, 50km, 10 Runden, Doppelmarathon, 100km, 100 Meilen etc. In Kirchschlag bin ich die 15. Runde zB gelaufen, weil mich die Vorstellung eine 7-Runden-Trophäe zu bekommen (gibt 7, 15, 24) wenn ich in Runde 13/14 aufhöre richtig angepisst hat. Also auf Wut-Basis 15 gemacht.
Ich hab da gewaltigen Respekt vor [smention u=5034]Tobeass[/smention] ohne richtigen Grund 12 Runden von daheim aus gelaufen zu haben, das ist mental ein gewaltiger Abfuck wie ich finde. In Loosdorf dieses Jahr werde ich wohl die Ziele "Mehr Runden als [smention u=5034]Tobeass[/smention] laufen" und "Wenn ich keine 24 Runden schaffe, bin ich ein Loser und wie soll ich dann den Wachau 160 schaffen?" herumwürfeln . :-) Also von den hier genannten kann er vermutlich die besten Tipps geben denke ich.

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 14. Feb 2026, 12:58
von Unbestaendigkeit
Sehr spannend. Danke für eure Einblicke. Und natürlich spult ein [smention u=321]Höfer[/smention] einfach die Vorgabe ab, krank *uglysmilie*
Ich versuche jetzt auch bewusst das Ziel zu visualisieren und wie mega sich das dann anfühlt.

Bin auf die Gedankenwelt von [smention u=5034]Tobeass[/smention] gespannt.

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 14. Feb 2026, 14:13
von Tobeass
Unbestaendigkeit hat geschrieben: 13. Feb 2026, 21:22 Mal ne Frage: was für Selbstgespräche führst du bei den wirklich langen Einheiten/Wettkämpfen mit dir, wenn es gerade wirklich unangenehm wird? Gerne können auch andere mental starken Läufer was dazu sagen wie z.b.@Zotto oder @Höfer (keine abschließende Aufzählung).

Inb4 war noch nicht fordernd bisher
Unbestaendigkeit hat geschrieben: 14. Feb 2026, 12:58 Sehr spannend. Danke für eure Einblicke. Und natürlich spult ein [smention u=321]Höfer[/smention] einfach die Vorgabe ab, krank *uglysmilie*
Ich versuche jetzt auch bewusst das Ziel zu visualisieren und wie mega sich das dann anfühlt.

Bin auf die Gedankenwelt von [smention u=5034]Tobeass[/smention] gespannt.
poah..schwierig.
Es ist sehr unterschiedlich. Tatsächlich habe ich oft sehr negative Gedanken.
Kann ich das?
Warum mach ich das?
Warum ist es so hart?
Eine Antwort darauf gebe ich mir nicht..

Wenn es hart wird, dann mach ich mir bewusst, dass ich mir das selbst ausgesucht habe.
Es ist ein Privileg laufen zu können

Ich bin nicht der Typ, der sich selbst zuruft, dass er so geil ist und das packen kann.

Bei so langen Einheiten, ist das beste was mir passieren kann eigentlich immer, dass ich an garnichts denke.
Einfach nur laufe.

Naja und manchmal sing ich mir im Kopf auch einfach irgendwelche Lieder vor :-)

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 14. Feb 2026, 14:43
von Leucko
Unbestaendigkeit hat geschrieben: 13. Feb 2026, 21:22 Mal ne Frage: was für Selbstgespräche führst du bei den wirklich langen Einheiten/Wettkämpfen mit dir, wenn es gerade wirklich unangenehm wird?
Der einzige Weg ist sich den LiLo-Post den man sich gerade verdient zu visualisieren.

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 14. Feb 2026, 15:53
von Lauch
Lieder sind ein guter Aufhänger, bei Downhills singe ich gerne Kinderlieder, alles top Ohrwürmer. Also wenn jemand einen Dude den Berg runterlaufen sieht, der „Es blubbert in der Wanne wenn man pupst“ singt, vermutlich bin ich es. :-)
Aber passt eigentlich auch ganz gut, Trail Downhill ist wie Tanzen, man muss rhythmisch richtig steigen.

Und so ein paar Goggins-Sprüche finde ich auch gut. zB die 40% Regel. Wenn man denkt man kann nicht mehr -> man ist gerade erst bei der Hälfte seiner Möglichkeiten. *professor*

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 14. Feb 2026, 18:06
von Leucko
Dachte intuitiv immer möglichst aggressive stumpfe Musik wäre das Beste für Intervalle oder Alloutsachen.

Habe gemerkt Wohlfühlmusik die ich auf Festivals gehört habe während ich mit Kumpels Bier trinkend auf Campingstühlen am Auto saß bringt viel mehr.
Z.B. "Nur für diese eine Nacht" von feine Sahne kickt bei mir gut rein.

Zu 90% mache ich Intervalle ohne Beschallung. Da fange ich oft ganz automatisch im Kopf an solche Lieder zu singen.

Vermutlich geht weniger darum was man hört sondern das man damit irgendwelche Emotionen verbindet.

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 14. Feb 2026, 18:57
von Knolle
Lauch hat geschrieben: 14. Feb 2026, 15:53 Lieder sind ein guter Aufhänger, bei Downhills singe ich gerne Kinderlieder, alles top Ohrwürmer. Also wenn jemand einen Dude den Berg runterlaufen sieht, der „Es blubbert in der Wanne wenn man pupst“ singt, vermutlich bin ich es. :-)
Aber passt eigentlich auch ganz gut, Trail Downhill ist wie Tanzen, man muss rhythmisch richtig steigen.

Und so ein paar Goggins-Sprüche finde ich auch gut. zB die 40% Regel. Wenn man denkt man kann nicht mehr -> man ist gerade erst bei der Hälfte seiner Möglichkeiten. *professor*
Libatiba sind einfach die besten

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 15. Feb 2026, 12:00
von Höfer
Mir ist die Tage noch ein gutes Zitat zum Thema Motivation eingefallen.
Ich habe mal eine Dokumentation über den Ruhrpott gesehen und dort wurde ein Mann gefragt, wie es ist, dort zu wohnen. Es wäre doch nicht schön, hat die Moderatorin unterschwellig in die Frage eingebaut.
Darauf, entgegnete der Herr. Ach, wissen Sie, woanders ist es auch Scheiße.

Und genau so denke ich auch🏃🏼🏔️
Keep ob running

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 15. Feb 2026, 13:49
von Lauch
So, 10k Easy + 6 Strides. Die Herzfrequenz nähert sich immer näher meiner RHF an, es bleibt lächerlich. feelsokman

Unbenannt.jpg

Vor nächster Woche habe ich ein bisschen Angst. Volumen + Intensität nochmal ordentlich hoch. Aber gut, 3 Weeks out und so.

Höfer hat geschrieben: 15. Feb 2026, 12:00 Mir ist die Tage noch ein gutes Zitat zum Thema Motivation eingefallen.
Ich habe mal eine Dokumentation über den Ruhrpott gesehen und dort wurde ein Mann gefragt, wie es ist, dort zu wohnen. Es wäre doch nicht schön, hat die Moderatorin unterschwellig in die Frage eingebaut.
Darauf, entgegnete der Herr. Ach, wissen Sie, woanders ist es auch Scheiße.

Und genau so denke ich auch🏃🏼🏔️
Keep ob running
Auf Motivation sollte man eh scheißen, Disziplin ist wertvoller. :-)
Gibt ja auch den Spruch "Gute Sportler unterscheiden sich von schlechten Sportlern durch die Fähigkeit Langeweile zu ertragen"

(Dein Beispiel hinkt aber, kenne Orte, die bestimmt weniger Scheiße sind als dort :cat: )

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 15. Feb 2026, 13:56
von Zotto
Lauch hat geschrieben: 15. Feb 2026, 13:49 Vor nächster Woche habe ich ein bisschen Angst. Volumen + Intensität nochmal ordentlich hoch. Aber gut, 3 Weeks out und so.
Nochmal? War doch eine entspannte Woche.

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 15. Feb 2026, 14:01
von Lauch
Zotto hat geschrieben: 15. Feb 2026, 13:56
Lauch hat geschrieben: 15. Feb 2026, 13:49 Vor nächster Woche habe ich ein bisschen Angst. Volumen + Intensität nochmal ordentlich hoch. Aber gut, 3 Weeks out und so.
Nochmal? War doch eine entspannte Woche.
Verglichen mit letzter. Da bin ich ja auch auf 120km gekommen. Jetzt 2x Strides, den MRP Lauf + Schwelleneinheit, die ich alle im Uphill mache. Und halt gut Volumen.

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 16. Feb 2026, 08:40
von Höfer
Den Spruch mit der Langeweile, habe ich jetzt erst wieder gelesen im Buch die 1% Methode, da stimme ich zu, ist was dran.

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 16. Feb 2026, 15:27
von Unbestaendigkeit
Lauch hat geschrieben: 15. Feb 2026, 13:49

(Dein Beispiel hinkt aber, kenne Orte, die bestimmt weniger Scheiße sind als dort :cat: )
komm du mir mal in Ruhrgebiet und ich zeig dir, wat schön dat hier is, ker

Re: Moving north of vag - Next: Reit im Winkl Wintertrail 7.3

Verfasst: 16. Feb 2026, 15:29
von Zotto
Unbestaendigkeit hat geschrieben: 16. Feb 2026, 15:27
Lauch hat geschrieben: 15. Feb 2026, 13:49

(Dein Beispiel hinkt aber, kenne Orte, die bestimmt weniger Scheiße sind als dort :cat: )
komm du mir mal in Ruhrgebiet und ich zeig dir, wat schön dat hier is, ker
Südlich von Duisburg fängt es an schön zu werden (**) :up: