Re: Der Nahost-Konflikt
Verfasst: 9. Jan 2026, 21:54
Hoffe für die Menschen das diese Steinzeitislamisten endlich verjagt werden
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Jetzt demonstrieren Menschen im Iran für Freiheit. Jetzt riskieren Frauen und Männer ihr Leben, weil sie sich weigern, weiter in einem System aus religiösem Zwang, Gewalt und Erniedrigung zu existieren. Jetzt werden Jugendliche verhaftet, gefoltert und hingerichtet, weil sie tanzen, demonstrieren oder ihre Haare zeigen. Und jetzt – genau jetzt – ist das Schweigen vieler in Berlin, Paris, London oder Brüssel kein Versehen mehr, sondern eine Haltung.
Auffällig ist vor allem das Verhalten vieler linker Bewegungen. Jener Milieus, die sich sonst mit bemerkenswerter Geschwindigkeit und moralischer Inbrunst mobilisieren – insbesondere dann, wenn es um Israel und Gaza geht. Innerhalb weniger Stunden füllen sich Plätze, werden Demonstrationen organisiert, Resolutionen verabschiedet, Social-Media-Profile umdekoriert. „All Eyes on Gaza“ etwa, eine anti-israelische Protestbewegung mit Unterstützung der Linken, Amnesty, dem Zentralrat der Muslime und vielen mehr, die lautstark in Deutschland auftrat. Die Empörung saß locker, die Gewissheit war groß.
Besonders deutlich wird dieses Muster bei identitätspolitischen Bewegungen. Gruppen, die sonst jede Form von Unsichtbarkeit anprangern, sind erstaunlich leise, wenn Frauen erschossen werden, weil sie sichtbar sind. „Queers for Palestine“ finden klare Worte zu Israel – aber kaum welche zu einem Regime, das Homosexualität mit dem Tod bestraft.
Hinzu kommt ein weiterer, oft ausgeblendeter Faktor: die innerislamische Dimension. Der Iran ist ein schiitisch geprägter Staat – und Solidarität innerhalb der muslimischen Welt folgt keineswegs automatisch religiöser Nähe. In vielen sunnitisch geprägten Kontexten gelten Schiiten bisweilen sogar als Häretiker, als Abweichler vom „richtigen“ Glauben. Diese tiefen theologischen und politischen Spannungen setzen der Solidarität enge Grenzen. Wohl auch deshalb kommt vom Zentralrat der Muslime: nichts.
Berichte aus Syrien sprechen eine klarere Sprache als wohlklingende Diplomatenformeln: Soldaten verbrennen Getötete, Islamisten posieren mit dem abgeschnittenen Haar kurdischer Kämpferinnen. Es gibt nur eine realistische Perspektive.
Berichte aus Syrien sprechen eine klarere Sprache als wohlklingende Diplomatenformeln: Soldaten verbrennen Getötete, Islamisten posieren mit dem abgeschnittenen Haar kurdischer Kämpferinnen wie mit Trophäen, mit Jagdbeute. Kurdische Quellen beklagen sexualisierte Gewalt, Gefangene werden geohrfeigt, gedemütigt und gezwungen zu bellen wie ein Hund. Solche Praktiken wurden auch durch Massaker an Alawiten und Drusen bekannt – es herrscht offene Verachtung für Menschen, die nicht zu „uns“ gehören, zur Machtgruppe.
Zur Tragik des Geschehens gehört, wieder und wieder, der Verrat an den kurdischen Kräften, die sich für Freiheit und Demokratie eingesetzt haben. Schon nach dem Osmanischen Reich wurde das Versprechen eines eigenen Staates nicht eingehalten. Atatürk etablierte die Republik Türkei, Kurden wurden über den Nahen Osten verstreut. Einmal waren sie sowjetischer Schutzstaat, dann setzte Saddam Hussein Giftgas gegen sie ein, im Kampf gegen den IS waren sie an der Seite des Westens. Und nun wieder derselbe Schlussakkord: Die Kurden haben ihre Funktion erfüllt, sie werden zur Randnotiz.
Einige der kurdischen IS-Gefängnisse in Nordsyrien (wo u.a. auch Deutsche einsitzen) sind bereits an die syrischen Islamisten gefallen. Die Lage ist noch sehr unübersichtlich, aber die US-Amerikaner haben bereits angefangen die ersten einzusammeln bzw. In den Irak zu verlegen (für die Drecksarbeit sind die Amis dann wohl doch noch gut genug, hehe), aber lange werden sich die Kurden ohne richtige Hilfe wohl nicht halten können.
Gerade haben Kurden in Syrien große Gebiete verloren, die sie jahrelang kontrollierten, nachdem die USA sich quasi von ihren langjährigen Verbündeten losgesagt hatten. Europa kommentierte und tat nichts. Die Kurden zahlten mit Territorium, Leben und einem Teil ihrer freien Selbstbestimmung.
Empathie für Palästinenser zu zeigen, die eine Gefahr für Israel und Juden in aller Welt sind, das scheint in Brüssel wichtiger als Solidarität mit Kurden, die im Mittleren Osten für Demokratie kämpfen.
Höre auch immer das wäre ja angeblich alles vom Westen gesteuert.Das kannst du dir nicht ausdenken...Gurkenplatzer hat geschrieben: 28. Jan 2026, 16:08 Iran, Kurden, andere unterdrückte sind für die Moralapostel uninteressant.
Dann ist es ja nicht schlimm, wenn an zwei Tagen 30.000 Menschen ihr Leben verlieren.Ricky. hat geschrieben: 28. Jan 2026, 16:15Höre auch immer das wäre ja angeblich alles vom Westen gesteuert.Das kannst du dir nicht ausdenken...Gurkenplatzer hat geschrieben: 28. Jan 2026, 16:08 Iran, Kurden, andere unterdrückte sind für die Moralapostel uninteressant.

Hab heute extra nochmal vollgetankt