Höfer hat geschrieben: 7. Jan 2026, 15:30
"Das erste" Vo2 max Training seines Lebens gemacht und die Wissenschaftliche Abhandlung und Optimierung ist im folgen Gange, hier kann man sich manchmal gut erheitern.
Ich habe noch einen, keinen Trainingsplan oder Konzept, aber dann über die Spezifik einer einzelnen Einheit philosophieren.
Auf Lifters bekommt man was geboten
Sagt "der Mann der Tat", der regelmäßig berichtet, wie oft er sich in der Vergangenheit schon übernommen und gegen die Wand trainiert hat ... was ihm vielleicht nicht passiert wäre, hätte er erst nachgedacht und dann gehandelt ...
ABBC3_SPOILER_SHOW
SCNR
Ich will deine beeindruckenden sportlichen Leistungen gar nicht in Frage stellen ... und keine Frage, natürlich kann man sich auch zu viele Gedanken machen - und viele sollten einfach trainieren, anstatt nach dem
einen optimalen Trainings-Hack zu suchen ... ich lehne mich aber mal soweit aus dem Fenster und behaupte, dass dies auf [smention u=67]Lauch[/smention] nicht zutrifft und seine Überlegungen durchaus angebracht und potenziell sehr produktiv für sein Training sein können

.
Lauch hat geschrieben: 7. Jan 2026, 19:52
Das war ein Shitpost, sorry Brudi.
Ich habe eine Trainingsplanung für das ganze Jahr. Lass mich halt meine 0-2% Zone 5 theoretisch zerlegen, macht doch Spaß, geht doch nicht nur um die eine Einheit.
I second that.
Lauch hat geschrieben: 7. Jan 2026, 19:52
Flache VO2Max Intervalle sind halt nicht so wirklich Ultra-Trail-spezifisch, spezifisch sind vor allem die Longruns und die Uphill Threshold Einheiten.
Einen wichtigen Platz hat VO2Max Training natürlich schon aber wie viel davon wirklich gelaufen werden muss, ist halt die andere Frage, zu der ich noch keine klare Antwort gefunden habe. Die AIs furzen wie gesagt raus, dass neben Z5 auf dem Rad die sehr schnell gelaufenen Strides in Basis-Einheiten verpackt reichen sollten, ansonsten habe ich dazu noch nichts Vernünftiges gefunden. Dummerweise gibt es dazu nicht annähernd so viele Informationen wie zum Marathon Training zB.
Verwechsle (durchaus wichtige) Rennspezifität nicht mit Trainingseinheiten, die ganz gezielte physiologische Anpassungen hervorrufen sollen, die durchaus unabhängig von der spezifisch im Rennen abgefragten Leistung sein können.
Bei trainierten Athleten ist der Limiter für die VO2max fast immer das Herzminutenvolumen und nicht (wie bei Anfängern, Untrainierten oder auch Kraftsportlern auch möglich) die arteriell-venöse O2-Differenz, die durch den O2-Durchsatz der Muskulatur (z.B. durch eine hohe Mitochondriendichte) oder die Sauerstoffversorgung der Muskulatur (durch vorhandene Kapillarisierung) bestimmt wird. Daher wirken in der Regel "Short Intervals" (wie z.B. Tabata Intervalle) bei Untrainierten gut auf die VO2max, bei trainierten Ausdauerathleten aber weniger effizient. Letztere sind meistens mit längeren Intervallen (2min und aufwärts, besser noch 3-6min, manchmal sogar 8min - 4x4 liegt da halt mittendrin) besser bedient - und diese Intervalle führen langfristig (quasi durch einen "Overstretching" des Herzmuskels, weil das Blut mit relativ - im Vergleich zu sonst - hohem Druck ins Herz zurückströmt und das Herz dadurch stärker kontrahiert, google mal Frank Starling Law) zu einer Vergrößerung des Herzminutenvolumens/Strokevolumes - dem für trainierte Athleten meistens bestimmenden (steigerbaren) Faktor der VO2max.
Es geht hier also nicht um Rennspezifität, sondern darum, den Motor weiter aufzubohren und größer zu machen, denn eine hohe VO2max zieht auch deine Schwelle mit nach oben (oder verschiebt zumindest ihr oberes Limit). Deine Schwellenleistung ist dann
zumindest phasenweise rennspezifisch - und sie verschiebt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit deinen respiratorischen Quotienten gleich mit, d.h. du verbrennst bei gleicher (unterschwelliger) Leistung (Pace) einen geringeren Anteil an Kohlenhydraten und kannst deine Glykogenspeicher im Rennen länger "schonen" (bzw. für die entscheidenden Momente aufsparen).
Das heißt btw nicht, dass Short Intervals
schlechter sind, das ist durchaus individuell, aber sie haben meistens einen höheren anaerobic capacity Anteil (kann auch wichtig sein) ... um einen guten Stimulus für die VO2max zu setzen, müssen die Pausen nur kurz genug sein, dass die HR zwischen den Belastungsintervallen nicht groß absinkt.
Bei den Strides wäre dann das Protokoll z.B. interessant, also die Länge der Belastungsintervalle, die Intensität der Belastungsintervalle, die Länge der Pausen und die Belastungsintensität in den Pausen.
Ultrarunning ist aber grundsätzlich nicht so mein Thema, aber ich kann mal in meiner Bibliothek bei Skiba und Magness schauen, was die dazu geschrieben haben (oder im neuen Viada).