H_D hat geschrieben: 15. Jan 2026, 20:20
dominikbodybuild hat geschrieben: 15. Jan 2026, 15:09
TLDR (ich versuchs):
Man kann
für Wissenschaft sein und gleichzeitig
gegen „science-based“ Influencing..
Nein, das ist kein science-based Influencing, das liegt in der Natur der Sache: der Mensch will und muss Geld verdienen.
Was meinst du haben Rühl und andere auf ihren Seminaren gemacht? Ich war vor zig Jahren mal bei Cziurlok, das war x-mal schlimmer für welche "Weisheiten" man da Kohle abdrücken musste und für Stofffragen gab es dann nochmal einen extra Betrag zu zahlen
Das Ganze ist einem damals hat nicht permanent via Social Media um die Ohren gehauen worden
Ja, Geld verdienen gibt's schon immer. Aber früher waren das Events, heute bist du im Dauerabo: Apps, eBooks, Akademien, Growth Conventions, Kurse, plus 24/7 Algo-Beschallung. Rühl war „hingehen, lachen, Fotomachen, nach Hause“. Heute wird Komplexität monetarisiert, damit du dich permanent
nicht optimal fühlst und im System bleibst. Das Mindset war früher ein ganz anderes weswegen man auf so ein Event gefahren ist. Das war kein Gospel. Das war einen Freak mal in echt zu sehen und eine andere Form von "Celebrities" auf einem Podest, als heute, wo jeder ein Celebrity ist und sein kann (Gott, ich wünschte mir selbst, ich würde mich auch nur 10% trauen sichtbar zu werden). Es klingt esoterisch, aber bildlich sitzen die da auf einer Bühne zum Schluss und gucken auf die Leute herab, die paar hunderte für ne Karte ausgeben, um Podcast nochmal in live zu sehen. Kann ja jeder mit seinem Geld machen was er will, wer hat der hat.
Heute sind wir bei "verkomplizierter Science", neuen Labels, alten Inhalte, wenig Credit, viel Versprechen. Nähe wird als Feature verkauft (Manychat: „Check deine DMs“ oder "kommentiere EBOOK und ich schicke dir alle Infos zu"), obwohl es automatisiert ist.
Mich triggert daran nicht Kapitalismus, sondern die Konsequenz: Leute verkopfen alles, sind gestresst, blockieren nicht nur das Gym sondern auch sich selbst, und haben am Ende mehr Content und Cortisol als Progress.
Kurz: Früher weniger Kopf, mehr machen. Heute mehr Kopf, mehr Verkauf und genau das kritisiere ich. Und ich traue es mich kaum auszuschreiben, aber wenn ich mir das durchlese, bin ich anscheinend mit 33 an dem Kallbach, Rühl und Budesheimpunkt angekommen und muss ihnen mehr und mehr Recht geben.