Rhovan hat geschrieben: 17. Jan 2026, 23:16
Ich hatte Claude verwendet um ein Bild (siehe Spoiler) in Zahlen umzuwandeln.
Die Werte sind von Garmin. Ich hab die Erkennung auf automatisch gestellt. Und die HF Zonen auf LSHF gestellt.
Interessant ... ich bin da mal tiefer ins Rabbithole hinabgestiegen, als ich ursprünglich als notwendig erachtet habe ... Garmin scheint uns da deutlich enger an die Hand zu nehmen, als wir es glauben.
Im Garmin Connect Menü: Mehr>Garmin Geräte>Gerät auswählen>Benutzerprofil>Herzfrequenz- und Leistungsbereiche>Herzfrequenz
Hier sollte (in diesem Fall, was passiert, wenn man nicht %LSHF nutzt, habe ich mir nicht auch noch angesehen) kann man sich nun entweder direkt unter "Bereiche" die Garmin-Zonen B1-B5 ansehen ODER man geht über "Sport-Herzfrequenz", wo man sich sportspezifische Bereiche (Laufen/Radfahren und was man noch hinzufügt) ansehen kann.
Diese sportspezifischen Bereiche weichen ggf. STARK von den den Bereichen ab, die man unter "Bereiche" angezeigt bekommt (nicht in den BPM der HR, sondern in den %, die zur Einteilung in das Garmin-5-Zonenmodell dienen, aber davon ausgehend natürlich auch in den BPM der HR). Als Beispiel hier mal meine Standard-Zonen nach % LSHF:
18012026_standard.png
Und hier meine Lauf-spezifischen Zonen nach % LSHF:
18012026_Laufen.png
Der Vollständigkeit halber noch Radfahren:
18012026_Radfahren.png
Warum das so, kann ich nicht sicher sagen, aber Garmin scheint das nicht proaktiv zu kommunizieren. Ein gängiger Userfehler scheint zu sein, dass in einer Version % HFmax und in einer anderen % LSHF eingestellt ist, aber das ist bei mir nicht der Fall, die Basis ist immer die LSHF - die aber natürlich bei unterschiedlichen Sportarten unterschiedlich ausfallen kann(!), was zu unterschiedlichen BPM-Bereichen führt - die Prozentbereiche sollten aber davon eigentlich unberührt bleiben. Sind sie aber nicht.
Ansonsten kann man natürlich alles auf "Automatisches Erkennen" einstellen - und aufgrund der GPS Daten kann Garmin die Schwelle beim Laufen und Radfahren vermutlich besser errechnen, als bei anderen Aktivitäten, aber auch das ist mMn noch kein Grund, die Zonen nach unten zu korrigieren.
Einen offensichtlichen oder deutlich kommunizierten Grund konnte ich bisher nicht finden. Ich vermute, dass eine eher konservative Ableitung mit Verletzungsprävention zusammenhängen könnte, aber als User hätte ich da gerne ein Mitspracherecht ("Eigentlich sind deine Trainingszonen auf wissenschaftlicher Basis diese hier... aber wir empfehlen dir, die Zonen etwas konservativer zu berechnen und niedriger anzulegen, damit du dich nicht verletzt. Wenn du einverstanden bist, setze hier einen Haken..." etc.).
Am sinnvollsten ist es aber natürlich immer, seine individuellen Werte zu kennen und sie sportartspezifisch manuell einzustellen.
@Rhovan vergleiche bei dir doch mal die Standardbereiche mit den Lauf-Bereichen - und schau noch mal, ob du bei den nun nach dem Lauf "geänderten Daten" vielleicht aus Versehen die Standard-Bereiche betrachtet hast, während du gestern bei den laufspezifischen Bereichen gelandet warst.