Re: Der Nahost-Konflikt
Verfasst: 8. Okt 2024, 13:50
was shivus schreibt. Vergleich Isreal Russland hinkt komplett, aber geschenkt.
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Imagine der UN-Generalsekretär aktiviert letztes Jahr eine UN-Charta, um eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu verhindern, nachdem dort die Hamas 20 Jahre lang ihre radikal-islamistische Propaganda ungestört verbreiten durfte.St0ckf15h hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:44Die Einstufung wie von dir genannt als unerwünschte Person erfolgte aber erst kürzlich, der Antisemitismusvorwurf steht schon länger im Raum:Promthi82 hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:34 Nein, es wird nichts übersehen, vor allem nicht die EINSEITIGE verurteilung israels durch ihn. Er konnte den Iran nicht einmal namentlich erwähnen, als er vor weiterer eskalation warnte, natürlich nur in richtung israels. dazu die förderung terroristischer organisationen durch die un etc.
Im Grunde klammerst du hier einiges aus was die Personalie angeht. Ihn also als kronzeugen für die meinetwegen legitimen Kritiker des israelischen Vorgehens zu benennen, ist ein gewaltiges Eigentor. Dann Doch lieber den Papst.
Tja, 2020 noch n Preis, heute darf er Israel nichtmal mehr betreten.
Nämlich, als er auf die Verpflichtung Israels als de-facto Besatzungsmacht in Gaza darauf hinwies, dass es in ihrer Verantwortung (bzw. der Verantwortung der israelischen Regierung) liegt, eine humanitäre Katastrophe dort zu verhindern. Was im übrigen einfach nur weltweit anerkanntem und seit Jahrzehnten praktizierten Völkerrecht entspricht, und keinen antisemitischen Hintergrund hat.Am 6. Dezember 2023 aktivierte er den Artikel 99 der UN-Charta, um eine humanitäre Katastrophe in Gaza zu verhindern, sollte der UN-Sicherheitsrat einen Waffenstillstand erreichen.[21] Daraufhin wurde Guterres von jüdischer Seite Antisemitismus vorgeworfen.
Israels derzeitige Regierung fährt analog zu Russlands aktuell einen "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt (und wer was dagegen hat ist antisemitisch/russophob)"-Kurs, mit dem einen Unterschied, dass Israel damit sowohl militärisch als auch in der Außendarstellung weitaus erfolgreicher ist, und Israel zumindest den 07. Oktober als Auslöser nicht verschuldet hat, ganz anders als Russland mit seiner Invasion.
Das trifft auch auf den Staat Israel zu, siehe vielfache Beschlüsse zur Siedlungspolitik und Ostjerusalem beispielsweise die gepflogen ignoriert werden.Shivus hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:43 Vielleicht ist aber auch nicht jede Kritik an der UN und ihrem Generalsekretär ungerechtfertigt?
- Hisbollah/Libanon verstößt seit Jahren gegen Resolution 1701, kein Problem
Die politische Hamas ist auch seit Jahren die Staatsführung in Gaza (Gerüchten zufolge sogar mitunter von Israel bzw. deren Geheimdienst als Gegenspieler zu der gemäßigteren Fatah aufgebaut worden).Shivus hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:43 - UNRWA und Hamas arbeiten seit Jahren Hand in Hand, kein Problem
Meinst du das ernst? Die UNRWA hat UN im Namen und wurde von dieser ins Leben gerufen, wie sollte man sich da überhaupt distanzieren?
Ja, ist aber auch so - ein Scheit alleine brennt nit sagt man so schön.Shivus hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:43 - Israel und Hamas (neuerdings Hisbollah) werden meistens in einem Atemzug genannt, nach dem Motto „beide Parteien sollten zur Vernunft kommen“ - kein Wort darüber, dass die Hamas eine mordende Terrorgruppe ist, die den Krieg bewusst auf dem Rücken der Zivilisten austrägt
Also ja - nicht jede Kritik an Israel ist Antisemitismus, allerdings ist auch nicht jede Kritik an der UN oder Guterres ist „blind-pro-Israel“
Findest du? Unbestätigten Angaben zur Folge hat Israel durch seine "Reaktion" in einem Jahr mehr tote Zivilisten in Gaza, Westjordanland, Libanon und Syrien zu verantworten als Russland in 2,5 Jahren teils böswilliger hybrider Kriegsführung gegen zivile Ziele in der Ukraine geschafft hat. Und man könnte argumentieren, es ist durchaus in Israels Interesse sich weiterhin in der Opferrolle zu präsentieren, um diese Art der "Konfliktbewältigung" auch weiterhin vorantreiben zu können - interessanterweise immer dann ganz besonders, wenn eine relativ nationalistische (andere würden vielleicht auch sagen rechte oder zionistische) Regierung am Ruder ist.Promthi82 hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:50 was shivus schreibt. Vergleich Isreal Russland hinkt komplett, aber geschenkt.
Naja, vlt. liegt es daran dass die Bevölkerung des Gaza Streifens nicht einem Genozid wie jetzt ausgesetzt waren?Shivus hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:55
Erst als die bösen Israelis anfingen, die Hamas zu bekämpfen, sah die UN eine Verschlechterung der humanitären Lage. Und dann gibt’s da noch die offizielle UN-Gruppierung UNRWA… ein Schelm, wer da Böses denkt.
Wer sich wirklich um die palästinensische Bevölkerung sorgt, der hat die letzten 20 Jahre eine Bekämpfung der Hamas
Wer stellt das bitte fest, wenn man sich sogar bei den Opferangaben auf Quellen der Hamas bzw. auf das durch sie organisierte Gesundheitsministerium berufen muss?Promthi82 hat geschrieben: 8. Okt 2024, 14:22 Hab heute erst gelesen, dass 4 von 5 getöteten Zivilisten Verbindungen zur Hamas hatten. Relativiert Das ganze dann doch.
Ja, ist mir bewusst. Wird doch auch regelmäßig thematisiert - über die Resolution 1701, an die sich Israel übrigens gehalten hat - jedoch nicht.
Das trifft auch auf den Staat Israel zu, siehe vielfache Beschlüsse zur Siedlungspolitik und Ostjerusalem beispielsweise die gepflogen ignoriert werden.
Eben. Ein absolutes Trauerspiel, dass dies so lange geduldet wurde.
Die politische Hamas ist auch seit Jahren die Staatsführung in Gaza
Mitglieder einer offiziellen UN-Gruppierung waren nachweislich am Angriff vom 07.10 beteiligt und in die Planung involviert. Unter dem offiziellen Headquarter der UNRWA befand sich gleichzeitig ein Headquarter der Hamas. Verschiedene offizielle UNRWA-Gebäude waren mit Hamas-Tunneln verbunden.Meinst du das ernst? Die UNRWA hat UN im Namen und wurde von dieser ins Leben gerufen, wie sollte man sich da überhaupt distanzieren?
Alles klar. Wie genau sollte Israel dann die terroristischen Gruppierungen, die im Gazastreifen und Libanon „das Sagen haben“, bekämpfen?
Ja, ist aber auch so - ein Scheit alleine brennt nit sagt man so Schön
Sondern wie?donjon hat geschrieben: 8. Okt 2024, 14:25 Dass die Hamas bekämpft werden soll steht ja nicht zu Debatte. Aber eben nicht so.
donjon hat geschrieben: 8. Okt 2024, 14:25Naja, vlt. liegt es daran dass die Bevölkerung des Gaza Streifens nicht einem Genozid wie jetzt ausgesetzt waren?Shivus hat geschrieben: 8. Okt 2024, 13:55
Erst als die bösen Israelis anfingen, die Hamas zu bekämpfen, sah die UN eine Verschlechterung der humanitären Lage. Und dann gibt’s da noch die offizielle UN-Gruppierung UNRWA… ein Schelm, wer da Böses denkt.
Wer sich wirklich um die palästinensische Bevölkerung sorgt, der hat die letzten 20 Jahre eine Bekämpfung der Hamas
Dass die Hamas bekämpft werden soll steht ja nicht zu Debatte. Aber eben nicht so.
Was sind eure Quellen für die Opferzahlen bzw. die Feststellung eines Genozids?Findest du? Unbestätigten Angaben zur Folge hat Israel durch seine "Reaktion" in einem Jahr mehr tote Zivilisten in Gaza, Westjordanland, Libanon und Syrien zu verantworten als Russland in 2,5 Jahren teils böswilliger hybrider Kriegsführung gegen zivile Ziele in der Ukraine geschafft hat.
Wenn es also ein solch umstrittenes und komplexes Thema ist, warum nennt ihr dann nicht Argumente beider Seiten?
Zahlreiche Militärexperten, insbesondere aus den USA und der NATO, haben die präzise Militärführung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) gelobt. Ehemalige NATO-Militärchefs hoben die humanitären Bemühungen der IDF hervor, Zivilisten während militärischer Operationen zu schützen. Die IDF verwendet fortschrittliche Technologien, wie die Civilian Harm Mitigation Cell (CHMC), die stündlich aktualisierte Karten nutzt, um zivile Gebiete zu identifizieren und so das Risiko von zivilen Opfern zu minimieren  .
Jedoch gibt es auch Kritiker, die die Präzision der IDF in Frage stellen, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten wie Gaza, wo zivile Verluste trotz dieser Maßnahmen weiterhin ein Problem darstellen .
Opferzahlen im Gazastreifen:
laut UN-Menschenrechtskommissar
über 120.000 Tote und Verletzte, überwiegend Frauen und Kinder (Stand: Juni 2024)[19][20]
laut Gesundheitsministerium der PNA (Hamas-kontrolliert):Anm. 1)
mindestens 39.175 Tote (ohne Unterscheidung zwischen Zivilisten und Kämpfern) (26. Juli 2024);[21]
davon UNO-Personal: 201 (22. Juli 2024);[22]
90.403 Verletzte (26. Juli 2024);[21]
sowie mehr als 10.000 Vermisste[23]
ganz klar von getöteten Zivilisten, was natürlich impliziert, dass die meisten getöteten Menschen dort Zivilisten waren.
Findest du? Unbestätigten Angaben zur Folge hat Israel durch seine "Reaktion" in einem Jahr mehr tote Zivilisten in Gaza, Westjordanland, Libanon und Syrien zu verantworten
Ja man kennt sie, die Frauen und Kinder Kombattanten…Shivus hat geschrieben: 8. Okt 2024, 14:58 Offizielle Zahlen hat ISR tatsächlich nicht herausgegeben, allerdings sprechen verschiedene ISR-Quellen von bis zu 80% Kombattanten-Quote.
Das Training dafür gibts immerhin schon im Kindergarten - auch an UN-Schulen, finanziert u.a. durch Deutschland.
MODBREAK_HEADShivus
https://taz.de/Tote-in-Gaza/!6007459/Nach Angaben der Dokumente wurden demnach insgesamt 24.682 Tote in Gaza identifiziert, davon 4.960 Frauen, 7.796 Kinder und 1.924 ältere Menschen.