Sonntag, 10. November 2024: Road to Valencia - Long Run 150 Min.
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Was soll ich dazu sagen, Leute? Das war die wohl mit Abstand härteste Einheit, die ich mir jemals eingeschenkt habe. Als ich heute nochmal kurz auf die Vorgaben geschaut habe, lief es mir kalt den Buckel herunter. Aber hilft ja alles nichts, wer Bestzeiten aufstellen will, muss im Training ballern, damit es im Rennen von allein läuft.

Um 14 Uhr bin ich dann gut gerüstet zur Laufbahn der Wahl gefahren. Am Mann hatte ich vier Powergels Geschmacksrichtung Apfel und einen Liter Iso. Fünf Minuten vor dem Start habe ich mir ein Gel gegönnt und die übrige Verpflegung gut erreichbar direkt neben der Bahn positioniert, sodass ich alles wie im Rennen mitten im Lauf greifen und ohne Stopp weiterlaufen konnte. Pausen während der Einheit, wie es andere gern machen und sich so zu einer besseren Paceangabe schummeln, sowas gibt es bei mir nicht. Wenn ich baller wird niemals gestoppt! Höchstens für dringendste Notdurft... und nichtmal da immer!
Ein Kumpel hatte sich mir angeschlossen, was ich echt klasse fand. Er ist auch begeisterter Läufer und kommt aus Taiwan. Nicht ganz auf meinem Level, aber äußerst motiviert. Die ersten 20 Minuten in 5.00-5.10 Pace konnte er noch ganze gut mitgehen. Als dann die nächsten 20 Min. in 4.47-4.55 anfingen und ich richtig aufs Gas gedrückt habe, hat der arme Kerl leider ordentlich gelitten und musste abreißen lassen. Trotzdem cool, dass er es versucht hat. Er hat dann noch bis etwa Kilometer 18 in seinem Tempo durchgezogen. Habe mich wirklich stark gefühlt und kurz vor dem ersten 30 Minuten Block in 4.10-4.20 Pace das zweite Gel genommen. Die zwei Blöcke hintereinander weg waren schon fordernd, aber ich hätte auf jeden Fall noch mehr zulegen können. War insgesamt 2.30 Stunden auf der Bahn und habe meine Runden gedreht.
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Hört sich vielleicht etwas psychotisch an, aber mit Gesellschaft und guter Musik ging die Zeit recht flott um. Man ist ja auch immer wieder gefordert, Verpflegung aufzunehmen oder die jeweilige Pace zu treffen. Komplett verrückt waren die Zwischenzeiten: Ich bin mit 44.50 durch die 10 km, 1.07.00 durch die 15 km (PR) und in 1.36.17 durch den Halbmarathon.

War damit im richtigen Rennen also nur um 4 Sekunden schneller als in einer fast 32 km Trainingseinheit. What the fuck!?

Bin auf jeden Fall zufrieden und gehe mit großen Selbstbewusstsein in die letzten drei Wochen. Kommenden Sonntag nehme ich noch an einem 15 km Wettkampf in Nijmegen teil, bei dem ich den PR unter 1.05 drücken will. Danach beginnt das Tappering für Valencia. Mal sehen, was dann am Ende an der Costa Blanca wirklich drin ist.
Trainingsaufbau:
-> Warm Up 20 Min. 5.06-5.24 Pace
-> 20 Min. 4.47-5.05 Pace
-> 2* 30 Min. 4.10-4.20 Pace, 10 Min. easy
-> 15 Min. 4.47-5.05 Pace
-> Cool Down 15 Min. 5.06-5.24 Pace
Insgesamt
84 Kilometer Wochenvolumen!
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