Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread
Verfasst: 21. Mär 2025, 09:46
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Kannst du das mit dem Abfindungsangebot erläutern ? Hast du die Aktie einfach verkauft zum briefkurs ?Knolle hat geschrieben: 22. Mär 2025, 09:38 Ich habe jetzt den Abfindungsangebot für meinen Paramount Aktien bekommen. Das war leider ein Griff ins Klo, bzw eine schlechte Empfehlung aus der Wirtschaftswoche. Die Dinge haben sich deutlich schlechter entwickelt als der Markt und ich hätte wahrscheinlich noch ein paar Mal nachkaufen müssen, um jetzt auf einen grünen Zweig zu kommen. Mit dem Übernahmeangebot komme ich ungefähr auf Null raus. Naja, wenigstens wieder eine Aktie im Depot weniger![]()
Paramount wurde übernommen. Entweder kann man eine Umwandlung in Aktien bekommen oder eben 15 USD pro Aktie bekommen. Da die Aktie eh nicht so dolle lief und ich meinen Aktienbestand reduzieren will, kommt mir das gelegen.Kris_Law hat geschrieben: 22. Mär 2025, 12:19Kannst du das mit dem Abfindungsangebot erläutern ? Hast du die Aktie einfach verkauft zum briefkurs ?Knolle hat geschrieben: 22. Mär 2025, 09:38 Ich habe jetzt den Abfindungsangebot für meinen Paramount Aktien bekommen. Das war leider ein Griff ins Klo, bzw eine schlechte Empfehlung aus der Wirtschaftswoche. Die Dinge haben sich deutlich schlechter entwickelt als der Markt und ich hätte wahrscheinlich noch ein paar Mal nachkaufen müssen, um jetzt auf einen grünen Zweig zu kommen. Mit dem Übernahmeangebot komme ich ungefähr auf Null raus. Naja, wenigstens wieder eine Aktie im Depot weniger![]()
ETFs sind für Otto Normal Bürger. Du glaubst doch nicht wirklich die UHNI haben einen sparplan jeden Monat ? Ich arbeite mit sehr vielen Reichen zusammen, ein Vermögen welches ein Bruchteil eurer Top Manager zusammen in ihrer Karriere verdienen. Keiner hat jemals was von ETFs gesprochen, und machen so viel Cash im Jahr wie ihr euch nicht vorstellen könnt.Stefan@05 hat geschrieben: 22. Mär 2025, 12:36 Der gute Nils hat ja mit seinem Level Up Verkauf gut kassiert![]()
Aber ich verstehe die Rechnung bei sowas immer nicht. 7-10% kannste doch locker über nen ETF machen. Fände Wohnungen im Aribnb, dann noch welche zur Langzeitmiete immer stressiger als einfach nen ETF und einfach chillen.
Klar hast du vermutlich ab und an mal nen größeren Drawdown. Aber bei Dubai hat man dafür ja auch ein Länderrisiko![]()
Natürlich . Es sind zum Teil auch Erben oder erfolgreiche Unternehmer. Spielt ja aber keine Rolle, dass sie mit dem Vermögen, welches sie erwirtschaftet haben, andere Investment Vehikel nutzen.clayz hat geschrieben: 22. Mär 2025, 13:35 @Kris_Law
Nein, das ist ja verständlich.
Der Otto Normal Bürger hat einfach nicht den Zugang zu solchen Investment Möglichkeiten.
Und deine betreuten Kunden haben ihr Geld sicherlich nicht auch damit gemacht, dass sie mit kleinem Geld in PE, Ventures oder Bauprojekte investiert haben.
Das Geld kommt ja idr aus Selbstständigkeit oder sehr gut bezahlten Jobs und die Leute fangen dann mit solchen Dingen an.
Das macht Etfs für den Normalen nicht schlechter.
Das liegt an zwei Dingen.Stefan@05 hat geschrieben: 22. Mär 2025, 12:36 Der gute Nils hat ja mit seinem Level Up Verkauf gut kassiert![]()
Aber ich verstehe die Rechnung bei sowas immer nicht. 7-10% kannste doch locker über nen ETF machen. Fände Wohnungen im Aribnb, dann noch welche zur Langzeitmiete immer stressiger als einfach nen ETF und einfach chillen.
Klar hast du vermutlich ab und an mal nen größeren Drawdown. Aber bei Dubai hat man dafür ja auch ein Länderrisiko![]()
Besser hätte ich‘s nicht schreiben können.SiAp hat geschrieben: 22. Mär 2025, 14:43Das liegt an zwei Dingen.Stefan@05 hat geschrieben: 22. Mär 2025, 12:36 Der gute Nils hat ja mit seinem Level Up Verkauf gut kassiert![]()
Aber ich verstehe die Rechnung bei sowas immer nicht. 7-10% kannste doch locker über nen ETF machen. Fände Wohnungen im Aribnb, dann noch welche zur Langzeitmiete immer stressiger als einfach nen ETF und einfach chillen.
Klar hast du vermutlich ab und an mal nen größeren Drawdown. Aber bei Dubai hat man dafür ja auch ein Länderrisiko![]()
1. Du hast nicht "verstanden" wie eine Investition in eine Immobilie als Kapitalanlage funktioniert. (kein Angriff - verstehen man nämlich meistens erst so richtig, wenn man sich es selbst in Excel durchrechnet)
2. Die Leute schmeißen immer 100 unterschiedliche Begriffe durcheinander, weswegen man Probleme hat, sofern man nicht richtig tief drin ist, zu verstehen was gemeint ist. Und meistens verstehen es selbst die Leute nicht, die jetzt - wie er - im Video sprechen.
Bei seiner Aussage über die Rendite (7% Miete - 10% bei Kurzzeitmiete/AirBnB) spricht er von der Bruttomietrendite. Mieterträge dividiert durch Kaufpreis. Ein Immobilieninvestor würde hier dann von "einem 7-Prozenter" sprechen. Das ist aus deutscher Sicht schon nicht schlecht und oftmals in Großstädten schwierig zu erreichen.
Jetzt kommt der Knackpunkt warum Immobilien oftmals schneller große Vermögen entstehen lassen. Die EK-Rendite ist deutlich höher als bei jedem ETF.
Einfaches Beispiel:
Man kauft eine Wohnung für EUR 400.000. Diese Wohnung erwirtschaftet eine monatliche Kaltmiete von EUR 1.667. Das heißt im Jahr EUR 20.000.
Somit liegt man (20.000/400.000) bei 5 % Mietrendite (Investorsprache "ein 5-Prozenter“).
Aber 5 % ist doch weniger als 8 % eines ETF?
Natürlich - aber man hat ja keine EUR 400.000. Man leiht sich lediglich EUR 400.000 für zu 3 % (ging letztes Jahr) von der Bank und zahlt die Nebenkosten von ca EUR 35.000 selbst.
Und siehe da: Investiert habe ich EUR 35.000 und erhalte hierfür EUR 20.000 pro Jahr. Meine Bankrate ist 4,5 % (3 % Zins + 1,5 % Tilgung). Somit gehen im Jahr EUR 18.000 an die Bank. Hiervon wiederum sind EUR 12.000 Zins und EUR 6.000 Tilgung. Die EUR 6.000 Tilgung + die EUR 2.000 (CF-Überschuss) sind beides Vermögenszuwachs.
Ich habe also EUR 35.000 investiert und erhalte hierdurch EUR 8.000 pro Jahr. --> 8.000 / 35.000 = 23 % EK-Rendite.
Realistisches Szenario: Die Miete steigt in den 10 Jahren um insgesamt 35%. Somit werden in 10 Jahren aus EUR 20.000 auf einmal EUR 27.000 Mieteinnahmen. Die Bankrate ist nach wie vor unverändert. Aufgrund der Annuität ist der Tilgungsanteil deutlich höher.
Da wir nach wie vor einen 5-Prozenter besitzen, bedeuten die Mieteinnahmen von EUR 27.000 einen Wohnungswert von EUR 540.000.
Nun hätte man die Möglichkeit die Wohnung nach 10 Jahren zu veräußern. Darlehen ist nun evtl. bei 80 % (= EUR 320.000). Somit bleiben im Verkaufsszenario EUR 220.000 Gewinn. Nicht zu vergessen, der Cashflowüberschuss von über EUR 50.000, den ich über die letzten 10 erwirtschaftet habe, der auch noch bleibt. All das Vorgenannte basiert lediglich auf eingesetzten EUR 35.000 Eigenkapital. Man kann die Wohnung auch behalten und hat dann nach 25 Jahren eine abbezahlte Wohnung.
Wie man sieht ist es lediglich der Leverage-Effekt, den man im ersten Semester des Studiums lernen durfte. Aber hier kann man mal die Schlagkraft in vollen Zügen sehen.
Und nun versteht man auch die wichtigste Regel von Immobilieninvestoren. Gehe so schonend wie nur möglich mit deinem Eigenkapital um, um möglichst viel zu hebeln.
Hat man nämlich einen sehr guten Draht zu seinem Banker bzw. versucht viel zu gestalten, so lassen sich die oben eingesetzten EUR 35.000 EK ggf. noch gänzlich vermeiden. Somit hätte man dann aus dem nichts die oben genannten Vermögenswerte geschaffen. Die EK-Rendite würde sich nicht mal mehr berechnen lassen, da kein EK eingesetzt wurde.
Ich bin ein riesen Freund von ETFs habe aber trotzdem mehrere Immobilien bzw. eine private Immobiliengesellschaft, die wiederum die Immobilien hält um breit aufgestellt zu sein.
Wer das Spiel zu aggressiv spielt kann auch schnell auf die Nase fliegen, wenn zu wenig getilgt wird und bei den Anschlussfinanzierungen einem die Zinsen um die Ohren fliegen.
Muss gerade arbeiten und habe das jetzt schnell runtergeschrieben und nicht nochmal zur Korrektur gelesen. Die Zahlen müssten aber schon passen und sollten realistisch sein.